Ein Gebet wandert über 24 Stunden lang um den Erdball …

Mit dieser zeichnung einer surinamesischen Frau wirbt die Kirche für den Weltgebetstag. (Foto: privat)

… und verbindet Frauen in mehr als 100 Ländern der Welt miteinander!

Immer am ersten Freitag im März beschäftigt sich der Weltgebetstag mit der Lebenssituation von Frauen eines Landes unserer Erde. Christliche Frauen des jeweiligen Landes wählen Texte, Gebete und Lieder aus. Sie greifen inhaltlich meist gesellschaftliche Fragen auf, die den Menschen in ihrem Heimatland „unter den Nägeln brennen“. In Kirchengemeinden vor Ort werden diese Gottesdienste dann gemeinsam von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen vorbereitet. Auch bei uns in Lehrte, Sehnde, Burgdorf und Uetze konnten wir gestern Abend wieder viele Weltgebetstagsgottesdienste in guter ökumenischer Verbundenheit feiern.
Schwerpunktland in diesem Jahr ist Surinam. Das kleinste Land Südamerikas ist so selten in den Schlagzeilen, dass viele Menschen nicht einmal wissen, auf welchem Kontinent es sich befindet. Die frühere niederländische Kolonie liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Rund 90 Prozent des Landes bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Umweltzerstörung und massiver Rohstoffabbau bedrohen auch dort die einzigartige Flora und Fauna. Gemeinsam haben wir in unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen die Besonderheiten und Schönheiten dieses Landes kennenlernen dürfen und wieder einmal gespürt: der Weltgebetstag ist viel mehr als ein Gottesdienst im Jahr!
Der Weltgebetstag weitet den Blick für die Welt. Frei nach seinem internationalen Motto „informiert beten, betend handeln“ macht er uns neugierig auf Leben und Glauben in anderen Ländern und Kulturen und schärft den Blick für weltweite Herausforderungen wie Armut, Gewalt gegen Frauen und Klimawandel. Beim Weltgebetstag engagierte Frauen reden nicht nur über Ökumene und Solidarität – sondern sie leben sie!
Weiter Infos siehe: https://weltgebetstag.de