Ehrgeiziges Chorprojekt steckt noch in den Startschwierigkeiten

Anhand von Noten- und Hörbeispielen verschafften sich Sängerinnen und Sänger beim ersten Treffen im Fachwerkhaus einen ersten Eindruck von der geplanten Pastoralmesse. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Initiator Jürgen Tippe rechnet dennoch mit mehr als 100 Teilnehmern

LEHRTE (hdb). Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Doch Chorleiter und Ideengeber Jürgen Tippe steckt so voller Optimismus, dass er - trotz verhaltenen Starts - mit einer grandiosen Resonanz für das „Highlight“ beim nächsten Adventssingen rechnet. Zum ersten Schnupperkursus kamen allerdings nur knapp 25 Sängerinnen und Sänger.
Für Tippe, Chorleiter des „ensemble vis-à-vis“, ist die schwache Resonanz jedoch kein Grund für Pessimismus. Der erfahrene Dirigent weiß schon jetzt, gut acht Monate vor der geplante4n Aufführung am dritten Adventssonntag in der Matthäuskirche, neben seiner eigenen Gruppe die stimmgewaltigen und mitgliedsstarken Ensembles vom Lehrter Männerchor, und der Neuen Liedertafel hinter sich. Kontakte bestehen auch bereits zum kürzlich erst neu gegründeten Frauenchor unter dem Dach der Liedertafel. So erhofft Tippe sich beim inzwischen traditionellen Adventssingen der Lehrter Chöre am 13. Dezember 120 bis 150 Mitwirkende.
Unterstützt von einem etwa 14 Mitglieder starken Orchester, dessen Besetzung und Finanzierung allerdings noch ungeklärt ist, wird die romantische Pastoralmesse C-Dur, auch Christkindlmesse genannt, des aus Schlesien stammenden Kirchenmusikers Ignaz Reimann (1820 – 1885) aufgeführt. Aktuell steckt Projektleiter Tippe noch in der Bearbeitung des Notenmaterials und der Koordination der Proben. Jeder Chor werde selbständig Termine an unterschiedlichen Wochentagen festlegen, zu denen dann auch externe Teilnehmer, beispielsweise aus dem Musikschulchor, Zugang finden könnten. So proben beispielsweise der Frauenchor montags, der Gemischte Chor dienstags und der Männerchor donnerstags. Genauere Absprachen wie Probenstart und Probenort können bei den jeweiligen Chören oder unter vav@doppelterz.de erfragt werden.
Herzlich willkommen seien auch „Duschsänger“, wie Jürgen Tippe scherzhaft Personen bezeichnete, die sonst nur in den eigenen vier Wänden singen. Sein Motiv für das Chorprojekt machte er mit Blick auf fehlenden Nachwuchs unmissverständlich klar: „Wir wollen verhärtete Grenzen aufbrechen, weil unsere Chöre auf dem absteigenden Ast sind.“