Dritter Kühlwagen von mehreren Firmen der Lehrter Tafel gesponsert

Die Lehrter Tafel, ursprünglich im Jahr 2007 in Trägerschaft des DRK gegründet und heute ein eigenständiger Verein, besitzt künftig ein neues Fahrzeug mit entsprechend notwendiger Kühlung. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - An sechs Tagen pro Woche werden Lebensmittel-Spenden für Hilfsbedürftige transportiert

LEHRTE (hdb). Tue Gutes – und rede darüber: Drei Sponsoren haben dafür gesorgt, dass sich die Lehrter Tafel ein neues Transportfahrzeug anschaffen konnte. Das Besondere an dem rund 32 000 Euro teuren Ford Transit ist seine Kühlung der Ladefläche, auf der regelmäßig gespendete Lebensmittel abgeholt werden.
Die Fahrzeugflotte der Lehrter Tafel, die im Herbst 2014 als gemeinnütziger Verein aus der Taufe gehoben wurde, ist nun wieder komplett, nachdem ein in die Jahre gekommenes, kleineres Auto ohne jede Kühlmöglichkeit verkauft wurde.
Aber ohne die Hauptsponsoren Stadtwerke Lehrte, Lions Club und Lidl-Märkte wäre das Projekt, das künftig die vorgeschriebene Einhaltung der Kühlkette garantiert, nicht zu stemmen gewesen. Bei der Fahrzeugübergabe war allerdings nur Marktleiter und „Tafel-Beauftragter“ Christian Müller anwesend, die übrigen Sponsoren ließen sich entschuldigen.
So fiel die Feier bei Kaffee und Kuchen eher bescheiden aus, die Freude der Vorstandsmitglieder der Tafel, Marion Glaß und Hans-Gerhard Schölzel, aber keineswegs. Sie und ihre mehr als 80 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind an sechs Wochentagen unterwegs, um Spenden von Lebensmitteln aus Verbrauchermärkten und Lagerstätten abzuholen, die dann an drei Tagen pro Woche – dienstags, mittwochs und sonnabends – hilfsbedürftigen Lehrter Bürgerinnen und Bürgern nach entsprechender Voranmeldung zugutekommen.
Bis zu 40.000 Kilometer werden mit den insgesamt drei Fahrzeugen pro Jahr zurückgelegt, bilanzierte Schölzel stolz. Und das neue Kombi-Fahrzeug wird künftig dabei helfen, wenn etwa 20.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit pro Jahr geleistet und wöchentlich etwa 400 Familien mit mehr als 1.100 hilfsbedürftige Personen versorgt werden.