Die Lehrter Feuerwehren sind fast im Dauereinsatz

Unglaubliche Einsatzserie: 13 Mal in nur 4 Tagen augerückt!

LEHRTE (r/kl). Dreizehn Einsätze in den letzten vier Tagen beschäftigen die Feuerwehren in Lehrte. Darunter zwei Gebäudebrände in Kolshorn und Hämelerwald mit jeweils erheblichem Sachschaden. Zu dem zwei schwere Verkehrsunfälle auf der Landesstraße 385 bei Ahlten und auf der Autobahn 2.
In Ahlten wurden drei Personen verletzt, auf der A 2 musste ein Lkw-Fahrer aus seinem Führerhaus befreit werden. Dabei wurde eine Sattelzugmaschine beschädigt, die noch keine 100 km gefahren war. Hinzu kamen Meldereinläufe, ein festsitzender Fahrstuhl, auslaufendes Öl aus einem Lkw, ein brennender Papierkorb und andere Kleineinsätze.
Am vergangenen Samstag waren sogar alle Ortsfeuerwehren im Einsatz. Die Ortsfeuerwehr Lehrte musste siebenmal ausrücken. Insgesamt waren acht Einsätze zu bewältigen.
Beim Brand eines Wohnhauses am Mittwoch in Hämelerwald waren vier Ortsfeuerwehren und der Einsatzleitwagen mit insgesamt 75 Feuerwehrleuten im Einsatz. Am Donnerstag wurden die Ortsfeuerwehren Lehrte, Ahlten, Aligse und Steinwedel in ein Pflegeheim alarmiert, weil dort ein Brandmelder angeschlagen hatte. Kurz darauf folgte der Einsatz auf der A2.
Gegen 11.00 Uhr folgte ein Einsatz in Arpke. Dort brannte eine Gartenlaube direkt an einem Wohnhaus. Im Verlauf des Einsatzes explodierte eine in der Laube gelagerte Gasflasche. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte verhindert werden, obwohl bereits eine Fensterscheibe durch die große Hitze geplatzt war. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Arpke und Sieverhausen mit zehn Feuerwehrangehörigen.
„Eine außergewöhnliche Häufung von großen Einsätzen“ konstatiert Stadtbrandmeister Jörg Posenauer. „Dies kennen wir sonst nur bei Unwetterlagen“.
Insbesondere die Witterung macht bei den Brandeinsätzen zu schaffen. Durch die Feuerwehrtechnische Zentrale Burgdorf mussten bereits zweimal Schläuche und Atemluftflaschen nachgeliefert werden, weil die Vorräte in Lehrte aufgebraucht waren.
BILDUNTERSCHRIFT:
Am Mittwochabend kam es in Hämelerwald in der Niedersachsenstraße zu einem Wohnungsbrand. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Einfamilienhaus ist allerdings aufgrund der enormen Rauchentwicklung vorerst unbewohnbar, das angrenzende Gebäude konnte aber von der Feuerwehr gerettet werden. Der Schaden wuird auf 50.000 Euro geschätzt.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Hämelerwald, Sievershauen, Arpke und Immensen mit 75 Einsatzkräften. Unterstützend war der Bauhof tätig, der aufgrund der enormen Kälte die Einsatzstelle abstreute, da das Löschwasser auf dem Boden sofort gefror. Foto: Feuerwehr