Die energetische Sanierung des Kirchenzentrums Goethestraße in Lehrte beginnt Anfang März

Das Gemeindezentrum der Matthäusgemeinde an der Goethestraße stammt noch aus den 1970ern und ist in die Jahre gekommen. Anfang März beginnt der Umbau mit energetischer Sanierung. (Foto: Susanna Veenhuis)
Lehrte: Ev.-luth. Matthäus-Kirchenzentrum Goethestraße |

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Im ersten Bauabschnitt gibt es neue Fenster und Heizkörper, eine neue Küche und eine barrierefreie Toilette

LEHRTE (sv). Die zugigen Fenster sind noch einscheibig verglast, die Rahmen faulen außen und innen; die Küche ist viel zu klein und eine Toilette für Menschen mit Handicap gibt es auch nicht: Die Liste der Baumängel am Gemeindezentrum der Matthäusgemeinde Lehrte in der Goethestraße ist noch viel länger.
Zwar wurde das Dach vor kurzem saniert, aber an vielen anderen Ecken und Enden hapert es. Die Kirchengemeinde nimmt nun eine grundlegende Sanierung des ebenerdigen Gebäudes aus dem Jahr 1974 in Angriff, die Baugenehmigung ist erteilt und im März geht es los. 467.000 Euro stehen für den ersten Bauabschnitt bereit.
Generationen von Lehrtern hatten hier als Krabbel- und Spielkreiskinder ihre ersten sozialen Kontakte mit Gleichaltrigen, machten erste spirituelle Erfahrungen, erlebten interessante Begegnungen und absolvierten hier ihren Konfirmandenunterricht.
Jetzt ist der Flachdachbau aus der Mitte der 1970er-Jahre in die Jahre gekommen. Der Parkettfußboden im großen Saal wurde bereits mehrfach abgeschliffen. Die aus acht Elementen bestehende verschiebbare Trennwand lässt sich nur mit großer Körperkraft bewegen. Ob sie erhalten bleiben kann, muss erst noch untersucht werden.
Peter Wulf vom Kirchenvorstand und seine Mitstreiter haben in Zusammenarbeit mit der Architektin Annette Schwark ein Sanierungskonzept für das Multifunktions-Gebäude erarbeitet, das sich in drei Bauabschnitte gliedert. Neben der Wärmeisolierung der Wände und einem Fenstertausch sowie dem Einbau neuer Heizkörper und einem Notausgang soll im ersten Bauabschnitt die kleine Küche neben dem Saal in den größeren Besprechungsraum auf der Nordseite des Gebäudes umziehen. Der jetzige Küchenraum soll dann Platz für die Garderobe der Besucher bieten. Im Bereich der jetzigen Garderobe werden barrierefreie Toiletten errichtet.
Der Kleinkinderspielraum benötigt einen Notausgang, und auch der Jugendraum im Keller muss isoliert werden. Sie kommen im zweiten Bauabschnitt an die Reihe. Für den dritten ist die Umstellung der Heizungsanlage von Öl auf Gas vorgesehen.
156.000 Euro bringt die Matthäusgemeinde für den ersten Bauabschnitt aus eigenen Mitteln auf, die restlichen Kosten werden mit einem Zuschuss der Landeskirche für energetische Sanierung und aus dem Verkauf von Pfarrland gedeckt.
Die Gruppen und Kreise haben im Gemeindezentrum am Markt, im Foyer der Marktkirche und in der Nikolauskirche Ausweichquartiere gefunden. Auch die benachbarte Markus-Gemeinde hat Matthäus-Gruppen Asyl angeboten.
Die Sanierung beschränkt sich zunächst auf den als Gemeindezentrum genutzten Teil ohne den Kindergarten. Baubeginn sei Anfang März, die Arbeiten des ersten Abschnitts sollen vor den Sommerferien sein, berichtete Wulf. „So haben wir notfalls noch ein bisschen Luft nach hinten“, sagt er.