Die Dorfjugend steht voll auf Morgenmän Franky

Die Auespatzen aus Aligse bringen auf der Bühne im Festzelt ein Geburtstagsständchen. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ausgelassene Feier zum 100. Geburtstag des TSV Steinwedel

LEHRTE/STEINWEDEL (hdb). „An Tagen wie diesen“: Dieser aktuelle Hit der „Toten Hosen“, gespielt von den „Youngstars“ der Musikschule, passte wohl am besten zur ausgelassenen Stimmung der Festtage anlässlich des Jubiläums des TSV Steinwedel. Publikumsmagneten waren die Spider Murphy Gang, FFN-Morgenmän Franky und Liedermacher Mathias Lück.
Beim FC Bayern München scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Nicht so bei der Spider Murphy Gang, bekannt vor allem durch die Neue Deutsche Welle und ihren Chart-Stürmer „Skandal im Sperrbezirk“. Nach Angaben von Festausschuss-Mitglied Frauke Weiß waren rund 1200 Zuhörer begeistert von dem Auftritt der Münchener Kult-Band – nicht viel weniger aber auch von den „Bayern Stürmern“, die die Stimmung zuvor schon kräftig angeheizt und gleich direkt auch die Biertische in Beschlag genommen hatten.
Die FFN-Party mit Morgenmän Franky am Abend zuvor zog eher die Dorfjugend an, wie Frauke Weiß beobachtet hat. Sie schätzte die Besucherzahl auf etwa 800. Ziemlich genau 450 Teilnehmer zählte der „Bürger-Brunch“, serviert von Festwirt Lindemann, am Sonntagmittag. Einige Mitglieder des zwölfköpfigen Festausschusses unter Federführung von Friedhelm Meyer hatten da schon kaum mehr ihre Stimme – so sehr hatten die feucht-fröhlichen Abende zuvor und die Feierlaune „geschlaucht“. So überließen sie die Bühne einigen Gästen wie den Aligser Auespatzen für ein musikalisches Ständchen, der Konzert-Band der Musikschule Ostkreis Hannover unter Leitung von Karl-Heinz Malke und schließlich dem bekannten Liedermacher Mathias Lück mit Liedern von Papageien und Piraten.
Einblicke in das Sportangebot des Vereins, der in seinem Jubiläumsjahr knapp 700 Klubangehörige zählt und seit 1998 von Michael Weiß geführt wird, bot die Turnsparte. Sie ist, seit rund 40 Jahren bereits vereint mit den benachbarten Sportfreunden aus Aligse, die mitgliederstärkste Gruppe im TSV.
Einen Überblick über die Klubgeschichte bot in einer Ecke des Festzeltes eine Fotoausstellung. Ausgehängt war auch die erste Vereinssatzung. Dort hieß es gleich im zweiten Paragraphen: „Während des Turnens darf nicht geraucht, noch gegessen, getrunken und gesprochen werden“. Über das Jubiläums-Wochenende allerdings wird man in Steinwedel gewiss noch lange sprechen. Fortsetzung Seite 2.