Der „Große Stern“ bei Immensen war wieder Zielpunkt von vielen Radtouren

Der Posaunenchor der Kirchengemeinde begleitet unter Leitung von Cindy Mundt den Gottesdienst musikalisch. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Selbst bei wenig einladendem Wetter war auch der Pfingst-Gottesdienst gut besucht

LEHRTE/IMMENSEN (hdb). Es gibt kein schlechtes Wetter - nur die falsche Kleidung: Getreu diesem Bonmot haben sich viele Spaziergänger und Radfahrer nicht abschrecken lassen, am verregneten Pfingstmontag den „Großen Stern“ im Burgdorfer Holz anzusteuern. Dort gab es nicht nur Erbauliches bei einem Gottesdienst, sondern auch aufmunternde Live-Musik des Bandonium-Clubs und Deftiges zur Stärkung.
Der traditionelle Gottesdienst schon gleich morgens um halb zehn war mit knapp 100 Christen gut besucht. Gemeinsam gesungene Lieder wie „Die güld’ne Sonne“ oder „Wie lieblich ist der Maien“ vermochte wärmende Sonnenstrahlen allerdings nicht herbeizaubern.
Pastor Martin von Brück widmete sich in seiner Predigt der Wandlung des Saulus zum Paulus – „eigentlich auf den ersten Blick kein Pfingstthema“, wie der Seelsorger einschränkte. Musikalisch sorgte der Posaunenchor unter Leitung von Cindy Mundt für die angemessene Begleitung.
Das Lob für die Feier fiel bei dem Ehepaar Karin und Bernd Kampe denn auch rundherum positiv aus: „Kurz und knackig“ fand das Paar aus Schwiechelt im Kreis Peine die knapp 45-minütige Veranstaltung. Diese hatten sie sich erstmals für den Pfingstausflug ausgewählt – allerdings diesmal mit dem Auto wegen des wenig freundlichen Wetters mit leichten Regenschauern.
Ansonsten schwärmten sie von ihren häufigen Radtouren durch das Burgdorfer Holz mit Rastpausen in Grafhorn.
Die auswärtigen Besucher blieben auch noch – und weitere, wie beispielsweise die „Oldies“ des TSV Sieverhausen, kamen trotz dauerhaften Nieselregens ständig hinzu, als später der Bandonin-Club Immensen aufspielte. In der Besetzung Cindy Mundt (Posaune) Jörg Truschel (Akkordeon), Udo Hansen (Saxophon), Eckhard Guse (Trompete) und Harald Truschel (Schlagzeug) unterhielt das Quintett sein treues Stammpublikum mit Volks-, Schlager- und Tanzmusik.
Guse leitet den 40 Mitglieder starken Verein seit fünf Jahren und erinnert sich, dass die Musiker sich ursprünglich zu Pfingsten nur allein am „Großen Stern“ mit einem Kasten Bier sowie ihren Instrumenten trafen und natürlich ein wenig musizierten. Im Verlauf der Jahrzehnte sei daraus die traditionelle Sause erwachsen, bis sich ein ehemaliger Pastor mit seinem Gottesdienst unter freiem Himmel wegen Besucherrückganges in der Kirche anschloss.