„Der beste Internetfilter ist nicht im Gerät, sondern davor“

Eltern und Großeltern zeigten großes Interesse am ersten Mediennachmittag zum Thema „Smart & mobil“. (Foto: Dana Noll)

Großes Interesse am Elternmediennachmittag „Smart und mobil“

LEHRTE (dno). Zum ersten Mal luden die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Lehrte, das Familienservicebüro sowie die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen zu einem Elternmediennachmittag ein. Unter dem Motto „Smart und mobil – Kinder im digitalen Mediendschungel“ stand Experte Stefan Schaper Rede und Antwort.
„Das große Interesse hat uns positiv überrascht. Es zeigt, dass ein Bedarf besteht“, so Julia Michaelis, Stadtjugendpflegerin Lehrte. Zum ersten Mediennachmittag waren zahlreiche Interessierte gekommen, die sich von Medienkoordinator und -experte Stefan Schaper Erklärungen, Antworten und vor allem Ratschläge erhofften. Der Sozialpädagoge zeigte mögliche Chancen und Risiken auf und versuchte, „etwas Licht in den digitalen Mediendschungel zu bringen.
Denn, die „Welt der Erwachsenen“ ist schlichtweg häufig überfordert mit Apps, YouTube, Twitter & Co. Was für die Generation 2.0 einfach, verständlich und vor allem alltäglich ist, bedeutet für die Eltern „Neuland“. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der eigentliche Zweck eines Handys, das Telefonieren, nur noch in der Rangliste an siebter Stelle steht. Denn Kommunikation findet nur noch über Kurznachrichten, Whats App oder im Chat statt. Das Smartphone ist „Kommandozentrale“ und wichtigstes Accessoires für die jungen Nutzer/innen – und das bereits im Grundschulalter.
„Dennoch geht das Abendland nicht unter. Die Kinder müssen ihre Erfahrungen machen, aber im geschützten Raum“, so Medienexperte Stefan Schaper, „Der beste Internetfilter befindet sich nicht im Gerät, sondern sitzt davor!“
Wichtig ist, die neuen Medien nicht zu verteufeln, sondern den Umgang zu erlernen. „Ich lehn` das alles ab, funktioniert im 21. Jahrhundert nicht mehr“, so Schaper.
Besonders am Thema Sicherheit zeigten sich die Anwesenden interessiert. Schaper riet, „immer einen Blick darauf zu werfen, womit sich die Kinder im Netz beschäftigen.“ Gerade Grundschulkindern fehlt noch die Erfahrung. „Es muss nicht alles ins Netz gestellt werden, denn das Internet vergisst nicht“, so Schaper. Seiten eingrenzen und beschränken, auf die USK achten und notfalls, „das Spiel selber mal testen“, sind die besten Methoden, um zu entscheiden, ob ein Spiel für mein Kind geeignet ist.