CDU: Grundversorgung am Krankenhaus Lehrte erhalten"

Gehen in Sachen Klinikum auf Konfrontsationskurs zur SPD und den Grünen: Die Regionalpolitiker der CDU (rechts Bernward Schlossarek), hier bei einem Besuch im vergangenen Jahr mit dem Lehrter Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens im Klinikum Lehrte. (Foto: Archic/CDU Region Hannover)
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Schlossarek: SPD-Pläne bedeuten einen "Kliniktod auf Raten"

LEHRTE/REGION (r/kl). "Die bekannt gewordenen Überlegungen von SPD und Grünen um die Zukunft des Klinikstandortes Lehrte müssen mit Vorsicht zur Kenntnis genommen werden", meint Bernward Schossarek (Lehrte), Fraktionsvorsitzender der CDU in der Regionsversammlung.
"Sollten die beiden Klinikstandorte in Lehrte und Großburgwedel tatsächlich erhalten bleiben und sogar gestärkt werden, wäre das in der Tat zwar ein wichtiger Schritt zu einer modernen Gesundheitsregion mit einer verlässlichen medizinischen Versorgung im ländlichen Bereich und einer funktionierenden Notfallversorgung. Aber der Zweifel bleibt, denn bei rot-grün geht offenbar neun Monate vor der Kommunalwahl 2016 die Angst um. Gebrochene Wahlversprechen, verunglückte Dialogprozesse, verunsicherte Patienten, verheimlichte Kostenschätzungen und selbstherrliche Auftritte des Regionspräsidenten haben ihre Spuren in der ganzen Region hinterlassen und lassen nur miese Wahlergebnisse erwarten. Ein verlorenes Jahr für das Klinikum und ein riesiger Imageschaden für die Region sind das Ergebnis", kritisiert der CDU-Politiker.
Zunächst einmal bleibe nur die Hoffnung, dass es sich bei der Ankündigung, die
beiden Klinikstandorte zu erhalten, nicht wieder um "irgendwelche Nebelkerzen"
handele, um über die Kommunalwahl 2016 zu kommen. In diesem Sinne wäre eine
Reduzierung des Standortes Lehrte auf eine „Mini-Klinik“ mit etwa 50 Betten
entsprechend der ursprünglichen Prüfvariante 4 eine solche Nebelkerze, denn es
wäre zu befürchten, dass das der "Tod auf Raten für das Krankenhaus" an der
Manskestraße wäre.
Allein das bloße Erhalten des Krankenhausgebäudes könne
noch keine Stärkung sein, zumal das Krankenhaus Lehrte seit 2003 einen
kontinuierlichen Bettenabbau von 206 auf nunmehr 169 erlebt hat. Eine weitere
Reduzierung auf etwa 50 Betten und der Verlust fast aller bisherigen medizinischen
Fachabteilungen einschließlich der Chirurgie wäre faktisch die "Springisierung" des
Krankenhausstandortes Lehrte (in Springe ist das Krankenhaus geschlossen und verfügt nur noch über eine "Portalklinik" zur Weiterleitung der Patienten an andere Häuser, Anm.d.Red.).
Auch die Konzentration der Geriatrie und die Dialyse
auf die Lehrter Klinik wäre nach Ansicht von Schlossarek kein Ersatz für den Verlust der medizinischen Grundversorgung: "Eine Stärkung sieht anders aus!"
Eines sei klar: "Zunächst klang es gut, was aus den internen Verhandlungsrunden der
Sozialdemokraten und Grünen zu erfahren war. Neues Krankenhaus in Burgwedel,
Stärkung des Krankenhauses Lehrte.
Aber: Auch hierüber kann erst dann ein seriöser Beschluss in den zuständigen Gremien gefasst werden, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen! Die gesamte Medizinstrategie 2020 muss mit Kosten hinterlegt werden. Für uns ist jedenfalls klar und wir bleiben dabei: Was vor der Wahl galt, gilt auch nach der Wahl. Mit uns gibt es keine Klinikschließungen sondern ausschließlich den Erhalt der Klinik-Standorte", so Schlossarek.