Bunte Drachen tanzten um den Wasserturm in Lehrte

Für die Eltern war es gar nicht so einfach die Drachen in die Lüfte zu bekommen. (Foto: Dana Noll)

Drachenfest des Kinderschutzbundes lockte zahlreiche Familien

LEHRTE (dno). Zum Weltkindertag am 20. September veranstaltete der Deutsche Kinderschutzbund bereits zum 5. Mal ein Drachenfest. Trotz grauem Himmel kamen zahlreiche Kinder zum Wasserturm in Lehrte, um hier ihre Drachen steigen zu lassen.
In den vergangenen Jahren hatte der Kinderschutzbund zum Drachenfest mit Regen oder einem „lauen Lüftchen“ zu kämpfen. Und auch der vergangene Samstag startete „feucht und ungemütlich“. Doch am Nachmittag blieb es trocken und es gab sogar ein bisschen Wind – ideale Voraussetzungen zum Drachen steigen. Und so kamen zahlreiche Familien zum Wasserturm, um hier mit ihren Drachen dem grauen Himmel ein paar bunte Farbkleckser zu geben.
„Gar nicht so einfach, mein Drachen will einfach nicht steigen“, so der 8-jährige Niklas, der mit seinem großen Bruder und seinem Vater gekommen war. Und so wurde gemeinsam getüfftelt, gewickelt, gelaufen und schließlich war das Teamwork erfolgreich – der Drache in Form eines bunten Flugzeuges stieg in die Lüfte – bis zur Bruchlandung.
Gemeinsame Zeit ist wohl das schönste Geschenk, dass Kinder von ihren Eltern zum Weltkindertag bekommen können.1954 war das Geburtsjahr des Weltkindertages. Hier empfahlen die Vereinten Nationen ihren Mitgliedsstaaten einen weltweiten Kindertag einzurichten. Mit den Zielen, sich für die Rechte der Kinder einzusetzen, die Freundschaft unter den Kindern und Jugendlichen zu fördern und sich einmal im Jahr öffentlich zu verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF zu unterstützen. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert.
„Kindern ein Zuhause geben“, so lautete das Motto des diesjährigen Weltkindertages. Interessen, Rechte und Bedürfnisse von Kindern sollen in das Zentrum von Politik und Gesellschaft gestellt werden. Eltern in Deutschland müssen besser unterstützt werden, ihren Kindern ein Zuhause geben zu können, das ihre vielfältigen Fähigkeiten und Begabungen fördert.
Große Defizite sehen die Kinderrechtsorganisationen beispielsweise bei den Bildungschancen für von Armut betroffene Kinder, in der mangelnden Umsetzung des Kinderrechts auf Spiel, Freizeit und Erholung und bei der Versorgung und Integration von Flüchtlingskindern.
„Heute sollen hier einfach alle nur Spaß haben. Wir könnten viel mehr Aktionen anbieten, wenn wir mehr ehrenamtliche Helfer/innen hätten, die uns unterstützen würden“, so Burkhard Kappe, 1. Vorsitzender Kinderschutzbund Lehrte.