Bürgerinitiative macht sich "StARK" für Lehrte Nord

Ein Beitrag von Dana Noll - Dialogforum und Stadt informierten über Bahnverkehrszunahme

STEINWEDEL/ALIGSE/RÖDDENSEN/KOSHORN (dno). Wie vorgesehen um Punkt 19 Uhr konnte die erste größere Versammlung leider noch nicht starten. „Die Schranke ist noch unten“, so Udo Rösler vom Infrastrukturforum "StARK" augenzwinkernd.
Damit war eigentlich schon vieles gesagt, was den besorgten Bürger/innen unter den Nägeln brennt: Lärm und eine Schranke, die oft verschlossen ist! Beide Probleme werden sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Der Güterverkehr soll sich verdoppeln, voraussichtlich wird es in Zukunft 200 Züge pro Tag geben. Damit werden die Strecken in den nächsten 15 Jahren „sehr stark ausgelastet“ sein.
„Wir haben zahlreiche Alternativvarianten entwickelt, wir werden die auswählen, mit denen alle gut leben können. Dennoch zeigen alle Möglichkeiten einen starken Zuwachs für Lehrte“, so Claudia Meyer-Appel von der Stadt Lehrte.
Mit der zunehmenden Streckenauslastung ist eine hohe Lärmimmission verbunden und entsprechend verlängerte Schrankenschließzeiten. Ein Umstand, den viele Bürger/innen so nicht akzeptieren möchten.
Aus diesem Anlass haben sich Einwohner aus Steinwedel, Aligse, Röddensen und Kolshorn in Anlehnung an ihre Ortsnamen zur Bürgerinitiative "StARK" zusammen gefunden. Dieser Zusammenschluss will allen Einwohnern Gelegenheit geben, sich mit ihren Wünschen, Sorgen und Vorschlägen an der Gestaltung der Zukunft ihrer Dörfer zu beteiligen.
Kurzfristig und „sehr spontan“ trafen sich in der Pausenhalle der Aueschule in Aligse mehr als 80 Interessent/innen, darunter viele Unterstützer/innen von StARK, mit Vertretern der Stadt Lehrte. Claudia Meyer-Appel gab einen Einblick in die Sicht der Stadt zum Vorhaben des Projektes Schiene Nord, der Vereinbarungen des Dialogforums sowie konkrete Stellungnahmen zu Beschlüssen.
Die Unterschriftenaktion wurde ebenso weiter voran getrieben, die sich gegen Lärm und Schrankenschließzeiten aber auch gegen die Streichung von S-Bahnen richtet. Weiterhin wird eine direkte und schnelle Verbindung zwischen Steinwedel und Aligse gefordert. Bereits vor dem Treffen waren mehr als 300 Unterschriften auf der Liste, die bei der jüngsten Sitzung des Lehrter Stadtrates übergeben wurden.
„Wir nehmen die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung an den Maßnahmen wahr. Es geht dabei nicht um Protest. Mit den vielen Unterschriften haben wir einen guten Weg eingeschlagen“, so Udo Rösler.