Brandursache in Röddensen war ein technischer Defekt

Mit Motorsägen öffneten THW-Helfer Teile des Haudaches, damit die Feuerwehren Glutnester identifizieren konnten. (Foto: THW/Andreas Wagner)

THW stützt die Mauern behelfsmäßig ab - 350.000 Euro Schaden

LEHRTE (r/kl). Bei dem Brand am Morgen des vergangenen Donnerstags (wir berichteten) in einem Haus an der Straße Sandbergweg in Röddensen geht die Polizei von einem technischen Defekt als Brandursache aus.
Ein Nachbar hatte die Rettungskräfte alarmiert, als er gegen 04.00 Uhr den Brand an dem Einfamilienhaus bemerkte. Er warnte die 52- und 59-jährigen Bewohner, die daraufhin unverletzt das brennende Objekt verlassen konnten.
Die Flammen breiteten sich schnell von einer Werkstatt in der Garage auf den Dachstuhl aus. Durch die notwendigen Löscharbeiten sogen sich offenbar die Lehmdecken mit Wasser voll und Teile des Gebäudes stürzten ein.
Ermittler des Brandkommissariats der Polizeidirektuion Hannover haben das Gebäude untersucht. Sie gehen von einem technischen Defekt an der Elektrik in der Werkstatt als Brandursache aus. Nach aktuellen Schätzungen beläuft sich der Schaden auf 350.000 Euro.
Auch 28 Einsatzkräfte des Ortsverbandes Lehrte im Technischen Hilfswerk (THW) waren nach dem Brand im Einsatz. Ihre Aufgabe bestand darin, das durch das Feuer und das Löschwasser beschädigte Wohnhaus behelfsmäßig abzustützen.
Bevor die THW-Einsatzkräfte jedoch mit ihren Arbeiten beginnen konnten, musste das beschädigte Wohnhaus zunächst hinsichtlich der Gefahren und der dadurch erforderlichen Maßnahmen untersucht werden. Hier wurden die Lehrter THW-Helfer durch einen speziell für diese Aufgaben ausgebildeten Baufachberater vom THW-Ortsverband Springe unterstützt, der die erforderlichen Abstützungsmaßnahmen festlegte.
Anschließend übernahmen die Lehrter THW-Helfer unter anderem die Abstützung und Absicherung der Decke zum ersten Obergeschoss mittels sogenannter Schwelljoche, einfacher Stützen und Bausteifen. Darüber hinaus übernahm das THW Lehrte auf Anforderung der Feuerwehr die Öffnung der Decke an mehreren Stellen mit Hilfe von Motorsägen, um potentielle Glutnester zu identifizieren sowie die weitere Löschung von Brandschutt aus dem Obergeschoss zu ermöglichen. Aufgrund der vorhandenen Brandgase mussten die Arbeiten teilweise unter schwerem Atemschutz auch für die THW-Kräfte durchgeführt werden.