Boote der Konfirmanden aus Lehrte-Ost trotzten dem Sturmtief "Xavier"

Auftakt zu einer stürmischen Fahrt: Das Boot der Teamer nimmt Fahrt auf. (Foto: Ev. Kgmde. Arpke/Hinrich Renken)
 
Was Gischt ist? Die Konfirmanden aus Lehrte-Ost erfuhren es schnell . . . (Foto: Ev. Kgmde. Arpke/Hinrich Renken)

Kleines Abenteuer für junge Lehrter auf dem holländischen Ijsselmeer

LEHRTE-OST (r/kl). In der ersten Ferienwoche der Herbstferien ging es diesmal wieder los. Die Konfirmanden aus den Kirchengemeinden Arpke, Immensen und Sievershausen starteten zu ihrer gemeinsamen Segeltour, von der nachstehend Teamer Hinrich Renken aus Arpke berichtet.
Zum zweiten Mal wurden auf einem separaten Schiff auch Jugendliche aus den Gemeinden zu Teamern fortgebildet. Dies erfolgte während der Fahrt unter der Leitung der Pastorin Anna Walpuski und Maike Niebergall. Die Teilnehmer sollen zukünftig selbst einmal als Teamer Konfirmandenfahrten begleiten und betreuen.
Die "Alliantie", ein Schiff mit 28 Personen an Bord stand, unter der Leitung der Pastorin Hanna Dallmeier aus Sievershausen. Die "Res Nova" mit insgesamt 18 Personen wurde nur von Ehrenamtlichen geführt.
Nach gemeinsamer Anreise mit dem Bus segelten die Schiffe am ersten Tag von Enkhuizen bereits in Richtung Nordsee. Aufgrund der stürmischen Wetterlage blieben die Schiffe allerdings im IJsselmeer und steuerten dieses Jahr nicht das Wattenmeer an.
Nach dem Frühstück und Klar-Schiff-Machen starteten die Schiffe jeden morgen von einem anderen Hafen. Die Konfirmanden mussten als Team immer kräftig mit anpacken. Gemeinsam wurden morgens die Segel gesetzt.
Während der Fahrt erfolgten zwischendurch immer wieder kleine Wendemanöver, insbesondere beim Kreuzen gegen den Wind. Kurz vor der Einfahrt in die Häfen holte die Mannschaft die Segel wieder ein und verpackte sie ordentlich.
Der tägliche Konfirmandenunterricht erfolgte während der Fahrt oder am späten Nachmittag im Hafen. Die im Unterricht angesprochenen Themen Mannschaft, Leuchttürme, Wind, Wellen, Steuermann und Hafen hatten immer einen christlichen Bezug sowie auch eine direkte Analogie zum Segeln.
Auf dem Teamerboot beinhalteten die Schulungseinheiten wie zum Beispiel das Gestalten von Andachten, Anleiten von Gruppenspielen, theoretische Grundlagen und praktische Erste-Hilfe-Übungen. Alle Schiffe hatten jeweils abends den gleichen Zielhafen, sodass bereits erste praktische gemeinsame Übungen mit den Konfirmanden durchgeführt werden konnten.
Auf allen Schiffen sorgte der Küchendienst mit Kochen und Abwasch für Essen und saubere Küche. Beim Schneiden der Zwiebeln flossen auch mal Tränen. Der Ordnungsdienst verhinderte mit dem täglichen Aufräumen und Kloputzen ein Chaos.
Besonders beliebt war der Dokumentationsdienst. Dieses Team schrieb jeweils einen Tagebucheintrag und bereitete die Abendandacht vor. Hierzu wurden Lieder, Texte und Gebete herausgesucht und geschrieben. Die Andacht bildete immer den Schlusspunkt der täglichen Segeltour.
Die 41 Konfirmanden und Jugendlichen und 16 Betreuern erlebten eine wunderbare stürmische Woche auf dem Ijsselmeer. Die Skipper und Maate sorgten für eine sichere und zufriedene Segeltour.
Während am Donnerstag der Sturm mit Windböen von 10 bis 11 tobte, lagen die Segelboote geschützt im Hafen von Medemblik. Erst am späten Nachmittag segelten sie sicher zu ihrem nächsten Hafen.
Am letzten Abend feierten alle gemeinsam einen von den Teamern und den Konfirmanden selbst gestalteten Gottesdienst auf der "Alliantie". Anschließend klang auf jedem Schiff mit Gesang, Gesprächen und Gebeten der Abend ruhig aus.
Am Freitag startete dann der letzten Segeltörn zum Teil im Sonnenschein zum Zielhafen. Nach einer Stärkung an Bord (Nudeln allerlei, denn alle Reste sollten verbraucht werden) wurde aufgeräumt und es ging wieder mit dem Bus zurück in die Heimat.