Betreutes Wohnen“ für acht junge Arpker „Spatzen“

Sie haben ein Herz für Kinder: Bürgermeister Klaus Sidortschuk (v.l.), Anja Richter, Kati Krüger und Arpkes Ortsbürgermeister Klaus Schulz. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Zwei Tagesmütter eröffnen neue Großtagespflegestelle

ARPKE (hdb). „Wir sind ein bisschen aufgeregt“: Anja Richter und Kati Krüger hatten wohl mit so großem Andrang nicht gerechnet, als sie jetzt die insgesamt sechste Großtagespflegestelle im Stadtgebiet eröffnet haben. Für die Kommune gratulierte Bürgermeister Klaus Sidortschuk mit einem Krippenwagen.
Das vierrädrige Transportmittel verfügt über acht Plätze – exakt so viele, wie in der neuen Pflegestelle in der Gleiwitzer Straße zur Verfügung stehen. Die Stadt hat laut Sidortschuk den beiden Jungunternehmerinnen mit 4 400 Euro unter die Arme gegriffen, damit die ebenerdigen Räume, die früher einmal einen Friseurladen oder ein Wollgeschäft beherbergten, umgebaut und eingerichtet werden konnte. Jetzt weist ein Schriftzug“ Arpker Spatzen“ in dem ehemaligen Schaufenster auf die neue Zweckbestimmung hin.
Anja Richter, selbst Mutter von vier Kindern, und Kati Krüger, ehemalige Krankenschwester und dreifache Mutter, haben sich laut Karin Schulte-Derne vom Lehrter Fachdienst Jugend und Soziales in 160 Unterrichtsstunden für die neue Aufgabe qualifiziert und sich auch zur künftigen Fortbildung verpflichtet.
Die Kommune, die die entsprechende Pflegeerlaubnis erteilt hat, gewährt weiterhin finanzielle Unterstützung nach einer einschlägigen Satzung. „Wenn’s mal hakt, wollen wir gern helfen“, versprach der Bürgermeister für die Zukunft.
Die mittlerweile sechste Großtagespflegestelle - vier in der Kernstadt, eine in Immensen und jetzt die Arpker – bietet ihre Betreuung für Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren an. Die Betreuungszeiten liegen von Montag bis Freitag zwischen 7.30 und 14.30 Uhr.
Zur Verfügung steht eine 100 Quadratmeter große Spiel- und Krabbelfläche, die nach den Vorstellungen der Aufsichtspersonen eine „individuelle und altersgerechte Erziehung und Bildung“ von derzeit sieben Kleinkindern ermöglichen soll.