Bergungskonvoi in Lehrte stand für den Chef und seine Braut Spalier

Konnten sich vor dem Spalier schwerer Bergungs- und Werkstattfahrzeuge beim Weg ins Eheleben geborgen fühlen: Oliver "Oli" Flörke und seine Michaela ("Ela") am Samstag nach dem Standesamt auf dem Lehrter Rathausplatz. (Foto: Walter Klinger)

. . . und die Autobahnpolizei machte vor dem Amt den Weg frei

LEHRTE (kl). Aus der Ruhe gebracht hat die Lehrter das hupende Getöse eines Konvois von Abschlepp- und Lkw-Werkstattwagen am Samstagmittag nicht. Musste wohl wieder was auf der Autobahn sein. Aber halt: Was machten die Autobahnhelfer denn mitten in der City?
Unter (Autobahn-)Polizeibegleitung umstellten die Hilfs-Fahrzeuge - vom kleinen Abschlepp-Tieflader und Lkw-Werkstattwagen bis hin zum Lkw-Bergungsfahrzeug - das Lehrter Rathaus. Die mobile Sektbar auf einer Abschleppbühne aber signalisierte: hier wurde gefeiert und nicht etwa demonstriert.
Und es war auch kein Arbeitskampf, obwohl Oliver Flörke, Chef des gleichnamigen Lehrter Abschlepp- und Bergungsdienstes mit eigener Kfz-Servicewerkstatt, freudig an seine Belegschaft spendete: für die Kaffeekasse, damit das Sägen des hinter dem Standesamt aufgebockten dicken Baumstammes mit seiner frisch angetrauten Michaela endlich Unterstützung durch moderne Bergungstechnik bekam und nicht noch zu Verspätungen im Festablauf führte.
Gemeinsam schnitt das Ehepaar dann in erster ehelicher Arbeitsteilung noch ein großes Herz aus dem Laken, bevor der Konvoi zur ausgeräumten und geschmückten Fahrzeughalle rollte, wo in großer Runde gefeiert wurde.
Übrigens wäre das Fahrzeugspalier (aber nicht die Trauung: der Bräutigam hatte die Ringe parat) fast noch an den Sperrpfählen vorm Rathaus gescheitert. Aber die Autobahnpolizei hatte das richtige Schlüsselwerkzeug im Streifenwagen machte den Weg frei für die, welche dies sonst in ihrem Auftrag auf der A 2 und A 7 tun.
Und er kümmerte sich derweil aun die Sicherheit auf der Autobahn?: Für alle Fälle standen noch zwei Lkw-Werkstattwagen und ein Berger in Bereitschaft . . .