Beim bundesweiten Vorlesetag trifft Bürgermeister Klaus Sidortschuk in Lehrte eine gute Buchauswahl

Mittendrin statt nur dabei: Bürgermeister Klaus Sidortschuk liest Lehrter Grundschülern vor. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand: Bis in Jennifers Kleiderschrank: Pöbelmän verfolgt Angstmän . . .

LEHRTE (hdb). Ein bisschen Grusel, ein bisschen Ekel und ganz viel komische Alltagssituationen: Beim bundesweiten Vorlesetag hat Bürgermeister Klaus Sidortschuk mit dem Buch „Angstmän“ von Hartmut El Kurdi eine gute Auswahl getroffen. 40 Mädchen und jungen der grundschule Lehrte-Süd hingen fast eine Stunde an den Lippen des Vorlesers.
Sidortschuk, der bei der Begrüßung der beiden Schulklassen gleich den richtigen Ton traf, hatte sich bei der Textauswahl allerdings auch von einer Deutschlehrerin beraten lassen. Der Bürgermeister hatte sich in der Stadtbibliothek mitten unter die Kinderschar gesetzt, die die Treppenstufen in das Obergeschoss belagerten.
„Wer von Euch ist denn aufgeregt?“, fragte Sidortschuk unmittelbar vor der Lektüre. Ein vielstimmiger Kinderchor antwortete – und er räumte ein: „Ich bin es auch“. Davon war dann aber wenig zu merken. Routiniert und mit kindgerechtem Grundton las Sidortschuk Auszüge aus den Erlebnissen von Angstmän, dem größten „Schisshasen des Universums. Er hatte sich der Verfolgung durch den Oberfiesling Pöbelmän in einem alten Bauernschrank im Kinderzimmer der achtjährigen Jennifer entzogen.
Das fußballbegeisterte Mädchen war abends allein zu Hause, weil die Mutter kurzfristig zur Nachtschicht einspringen musste. Sie geriet in die Fänge Pöbelmäns, der allerlei fiese Tricks – wie beipielsweise das zwangsweise Füttern mit Popeln – beherrschte. Dieser abschnitt der Geschichte, deren (glückliches) Ende der Vorleser natürlich nicht verraten wollte, entlockte den Zuhörern so manches lang gestreckte „Iiihhh!“
„Ich hoffe, dass ihr gespannt seid, wie die Geschichte weitergeht, ihr könnt Euch das Buch ja ausleihen“, sagte nach gut 45 Minuten der Bürgermeister, auf den vor der Tür schon das Dienstauto auf dem Weg zum nächsten Termin wartete. Vorher allerdings nahm sich Sidortschuk noch mehrere Minuten Zeit, um die vielen Fragen zu seiner Person und seinem Berufsalltag zu beantworten, mit denen ihn die Grundschüler bombardierten.