Auch Chancen zum Klinikumserhalt sollen Thema werden

Mit viel Aufwand (links der Moderator, rechts eines der Bürgermikrofone) ist von der Klinikums-Geschäftsführung (rechts auf dem Podium auch der Aufsichtsratsvorsitzende und Regionspräsident Hauke Jagau) die "Medizinstrategie 2020" auch in Lehrte vorgestellt worden. Allerdings ohne konkrete Zusage, dass auch die Chancen für einen Erhalt der kleineren Kliniken geprüft werden. Das will die SPD-Basis jetzt ändern. (Foto: Walter Klinger)

SPD-Basis fordert die Erweiterung des Prüfauftrages

LEHRTE/REGION (r/kl). Angeblich nur ein Prüfauftrag, ist nach dem Beschluss des Aufsichtsrates über die "Medizinstrategie 2020" die Geschäftsführung des Klinikums Region Hannover (KRH) sofort an deren Umsetzung gegangen. Am 16. Dezember muss aber noch die Regionsversammlung zustimmen. Und hier fordert jetzt die SPD-Basis in Lehrte und Burgwedel, dass nicht nur der Neubau eines Großkrankenhauses für den Osten der Region, sondern auch die Chancen untersucht werden, die ein Erhalt mit Weiterentwicklung der Krankenhäuser in Lehrte und Großburgwedel bietet.
Aus Sicht der Lehrter und der Burgwedeler Sozialdemokraten ist die Weiterentwicklung der vorhandenen Krankenhausstandorte in Lehrte und Burgwedel eine realistische Alternative zu einem Neubau im Osten der Region.
In diesem Sinne fordert die Sozialdemokraten die SPD-Regionsfraktion auf, den am 16. Dezember in der Regionsversammlung zur Beratung und Beschlussfassung anstehenden Prüfauftrag an die Geschäftsführung des Klinikum Region Hannover im Hinblick auf die Entwicklung im Osten der Region zu erweitern:
1. Prüfung eines Neubaus im Osten der Region Hannover bezüglich Förderfähigkeit,
medizinischem Konzept, Wirtschaftlichkeit (Erlösplanung, Kostenplanung, Investitionsplanung) und Akzeptanz.
sowie
2. Prüfung einer Weiterentwicklung der vorhandenen Standorte Burgwedel und Lehrte als Grund- und Regelversorger mit jeweils standortspezifischer Fokussierung auf medizinische Schwerpunkte im Einklang mit der Medizinstrategie bezüglich Förderfähigkeit, medizinischem Konzept, Wirtschaftlichkeit (Erlösplanung, Kostenplanung, Investitionsplanung) und Akzeptanz.
unter Beachtung
3. der KRH Medizinstrategie sowie der erwarteten Entwicklung in der regionalen
Krankenhauslandschaft ( MHH, DDH, AKH Celle u.a.) inklusive möglicher Kooperationsfelder.
Jochen Rödiger, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Burgwedel, betont: "Wir wollen, dass eine ergebnisoffene Prüfung zur Zukunft der Krankenhäuser in Großburgwedel und Lehrte stattfindet".
Der Lehrter SPD-Fraktionsvorsitzende und Ortsvereins-Vorsitzende Dr. Bodo Wiechmann ergänzt: " Durch diesen erweiterten Prüfauftrag wird es letztlich zwei Alternativ-Szenarien geben, die gegeneinander transparent und nachvollziehbar abgewogen werden können und müssen. Dieses halten wir für die Durchsetzung der Medizinstrategie und für eine Akzeptanz einer Entscheidung für unverzichtbar."