Arpker Siedler bieten Führung durch den Alten Friedhof an

Der lauschige "Platz der Begegnung" in einem kleinen Wäldchen am Friedhofsrand soll künftig für Gottesdienste, Konzerte oder Konfirmandenunterricht im Freien genutzt werden. (Foto: SGM Arpke/Bernhard Koch)

Samstag beim Altdorffest - Jetzt mit "Platz der Begegnung"

ARPKE. Im Rahmen des "40. Arpker Altdorffestes" wird am Samstag, 28. Mai, ab 17.00 Uhr erstmals eine Führung durch den idyllischen „Alten Friedhof “ geboten, den die Siedlergemeinschaft Arpke in den vergangenen sechs Jahren behutsam aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf geweckt hat. Hans-Jürgen Obermeier zeigt den Besuchern alte Grabstätten, die lange Zeit unter Sträuchern und Wildpflanzen versunken waren.
Bei ihren Rückschnitt- und Restaurierungsarbeiten war es den Siedlern wichtig, den verwunschenen Charme des 1859 eröffneten und 1951 offiziell geschlossenen kirchlichen Gottesackers zu erhalten: „Auf dem Friedhof ist jetzt geordnete Unordnung“, sagt Obermeier, der mit seinen Mitstreitern Dieter Zentner und Heiner Bethmann die Arbeitseinsätze koordiniert.
Künftig ist der Friedhof auch ein Ort der Begegnung: Die Siedler schufen im Frühjahr einen lauschigen Platz in einem kleinen Wäldchen am Friedhofsrand, den die Arpker Gemeindepastorin Anna Walpuski künftig für Gottesdienste, Konzerte oder Konfirmandenunterricht im Freien nutzen möchte.
In diesem Jahr neu aufgebaut wurde zudem eine mächtige Grabstele, die nicht mehr standsicher war. Ein Steinmetz unterstützte die Siedler dabei mit einer Krananlage, die Realgemeinde Arpke half bei der Finanzierung.
Ebenfalls neu aufgestellt ist ein großes Sandstein-Grabkreuz samt Kopfsteinen von Pastor Andreas Schöne (1881-1967) und seiner Ehefrau Gertrud Schöne (1886-1949), das die Angehörigen aus dem verwilderten Friedhof entnommen hatten, um es zu sichern. Nun hat das Schöne-Grabkreuz wieder einen würdigen Platz auf dem Alten Friedhof.
Auf dem Alten Friedhof fanden nach der Eröffnung des städtischen Arpker Friedhofs im Jahre 1951 nur noch wenige Erbbegräbnisse statt. Jetzt hat nur noch eine Frau aus dem Dorf das Recht, dort bestattet zu werden. Die 94-Jährige entschied vor Jahren, dieses Recht nicht in Anspruch zu nehmen. Doch nachdem der Friedhof nun wieder begehbar ist und in neuem Licht erstrahlt, hat sie ihre Meinung geändert. (Bernhard Koch)