Antikriegshaus Sievershausen erinnert an seinen Gründer Klaus Rauterberg

Zum 10. Todestag von Pastor i.R. Klaus Rauterberg erinnert am Sonntag das Antikriegshaus an die Friedensarbeit, die Rauterberg als junger Geistlicher vor 50 Jahren in Sievershausen begann. (Foto: AKH Sievershsn.)
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„Bezuversichten, was immer noch lebt . . ."

SIEVERSHAUSEN (r/kl). Unter dem Motto „Bezuversichten, was immer noch lebt . . ." spielt Matthias Witzig mit seinem Ensemble am Sonntag, 5. Juni, ab 16.00 Uhr ein Konzert im Antikriegshaus (AKH) Sievershausen in Erinnerung an den 10. Todestag von Klaus Rauterberg, dem Begründer der Friedensarbeit in Sievershausen, der am 4. Juni 2006 gestorben ist.
In einer lockeren Kaffeehaus-Atmosphäre schafft Matthias Witzig mit seinen Liedern einen Rahmen für Wortbeiträge, in denen WeggefährtInnen von Klaus Rauterberg (1930 - 2006) sich an die gemeinsame Zeit erinnern oder mit Textfunden die von diesem Ort ausgegangenen Aktivitäten wieder sichtbar werden lassen.
Etwa 50 Jahre ist es her, seit der noch junge Pastor Klaus Rauterberg, im Gepäck eine Pfadfindervergangenheit und fest verwurzelt im Christlichen Friedensdienst, seine Pfarrstelle in Sievershausen antrat
Die Möglichkeiten, die er in der vormaligen Superintendentur des gerade abgewickelten Kirchenkreises Sievershausen vorfand, schienen ihm günstig zum Aufbau eines Friedenszentrums zu sein. Durch seinen energischen Einsatz und die Begeisterung für den Frieden, die er bei seinen MitstreiterInnen entfachte, entstanden nach und nach nicht nur die Antikriegswerkstatt und das Antikriegshaus.
Maßgeblich wurden auch andere Initiativen, wie beispielsweise die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Bergen Belsen oder die Hilfe für Kriegsopfer im jugoslawischen Bürgerkrieg, von Rauterberg mit auf den Weg gebracht, entstand das Geschichtsfeld auf dem altern Sievershäuser Kirchhof und wurde der Friedenspreis "Sievershäuser Ermutigung" etabliert.
Als sein Vermächtnis hinterließ er die Gründung der Stiftung "Frieden ist ein Menschenrecht", die im vergangenen Jahr als kirchliche Stiftung eingerichtet werden konnte - natürlich in dem von Rauterberg einst begonnenen Antikriegshaus.