Ahltener Musikanten freuen sich über größeren Probenraum

Geben bei den Ahltener Musikanten den Ton an: Dirigent Martin Hartmann (links) und der Vorsitzende Frank Heinrich. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ortsbürgermeister Kelich bemängelt fehlende Infrastruktur für kulturschaffende Vereine

AHLTEN (hdb). Raum ist in der kleinsten Hütte, heißt es gemeinhin. Wenn aber bis zu 55 Blasmusiker loslegen, kann das unter beengten Verhältnissen schon mal auf die Ohren gehen. Das ist nun vorbei: Die Ahltener Musikanten sind in einen größeren Probenraum umgezogen.
Der Ortswechsel lag eigentlich auf der Hand. Denn das bisherige Domizil befand sich ebenso in der örtlichen Grundschule wie das neue. Doch statt eines nicht mehr benötigten ehemaligen Klassenraums von knapp 30 Quadratmetern steht durch den Tausch künftig fast die doppelte Quadratmeterzahl zur Verfügung.
Wo jetzt geprobt werden kann, war bisher ein - nicht mehr sehr häufig genutzter - Dorfgemeinschaftsraum. So waren vor der Neuerung viele Gespräche mit den örtlichen Vereinen und dem Ortsrat erforderlich, der schließlich ein einstimmiges Votum abgab.
Auch die Schulleitung hatte keine Einwände. Vorteilhaft macht sich auch bemerkbar, dass der neue Probenraum mit mehr als drei Metern deutlich höher ist als eine übliche Zimmermaße. Die Zeiten jedenfalls, bei denen die Musiker Platzangst haben mussten, gehören der Vergangenheit an. Erste Pläne für den Umzug reiften schon im Sommer vergangenen Jahres.
Die Musiker haben ihr neues Domizil, das über den hinteren Schulhof erreichbar ist, in Eigenleistung renoviert und auch den bisherigen Probenraum in einen ansehnlichen Zustand versetzt.
Seitdem können die Proben für das bevorstehende Jahreskonzert am 29. März in der Aula der Grundschule unter erheblich verbesserten Bedingungen abgehalten werden, was natürlich den langjährigen Dirigenten Martin Hartmann besonders freut. Bei der offiziellen Einweihung zeigte sich auch Ahltens Ortsbürgermeister Jürgen Kelich zufrieden mit dem Erreichten. Zugleich bemängelte er aber grundsätzlich die Situation, dass Ahlten in Sachen Sport und Kinderbetreuung zwar „gut aufgestellt“ sei. Für die vielfältigen kulturellen Aktivitäten fehle aber die wünschenswerte Infrastruktur.