Ahltener lockten mit ihrer guten Laune auch die Sonne heraus zum großen Volks- und Schützenfest

Ahltens Ortsbürgermeister Jürgen Kelich (Mitte) laboriert am Knie-Oberende sowie Meniskus und fuhr den Festumzug deshalb im "Oberender Schützenblitz" mit - natürlich auch er in Schützenuniform. (Foto: Walter Klinger)

"Heiße" Rhythmen halfen im Festzelt über die abends schon ein wenig herbstlichen Temperaturen hinweg

AHLTEN (kl). Wieder ein Schützenfest vom Feinsten ist den Ahltener Schützen am vergangenen Wochenende gelungen, das - trotz der zu Beginn verhaltenen Temperaturen mit gerade mal elf Grad Celsius im Festzelt - 60 Jahre nach der Wiedergründung eindrucksvoll illustrierte, dass es das Prädikat "Volksfest" ganz und gar verdient: Auch die übrigen Vereine und Verbände der Ortschaft brachten sich voll und ganz mit ein - und kündigten zugleich (im fetenbegeisterten Ahlten sehr gern gehört!) im Festumzug am Sonntag (für den die Ahltener schon die Sonne herbeigefeiert hatten) und beim Dorfabend am Montag eigene Jubiläen an.
Kann man den Erfolg eines Festes an Zahlen ablesen? Zum Teil ja, auch wenn man (frau!) so ein Fest wie das Ahltener eben selbst erleben muss. Schon im Vorfeld bewies sich mit 111 Schützinnen und Schützen beim Vereine- und Firmenschießen, wie sehr das Schützenwesen in die Dorfgemeinschaft eingebunden ist.
Drei Titelverteidiger zeigten zudem, dass Schützenkönigstitel in Ahlten noch etwas bedeuten. Trotz ihrer Routine aber kam keiner von ihnen an die optimalen 50 Ring von Volkskönigin Kerstin Görlich heran - auch das steht einem Volksfest gut an. Mehr geht nicht, könnte man jetzt denken. Aber mit 563 Ring gewann die Volksmajestät mit ihren Kolleginnen vom Edeka-Markt Hoffmann auch noch das Damenschießen der Firmen (wir werden noch darüber berichten).
Fast 100 Gäste kamen zur erstmals von den Schützendamen ausgerichteten "Ahltener Kaffeetafel" am Samstag, fast 300 zum Festessen am Montag und mehr als 100 Musiker/innen des Flötenorchesters "Rhythm & Flutes" der Schützengesellschaft und der (übrigens auch durch Schießerfolge glänzenden) "Ahltener Musikanten" zeigten in konzertantem Zusammenspiel am Sonntag eine Leistung und instrumententale Vielfalt fast wie ein Sinfonieorchester, für das nur noch die Streicher fehlen.
Ortsbürgermeister Jürgen Kelich (trotz seines lädierten Knies mit sichtlich viel Spaß an seinem Amt) behielt bei den vielen Ehrungen und Gratulationen (denn natürlich feiern Ahltener auch dann beim Schützenfest, wenn sie gerade Geburtstag haben) den Überblick, ebenso bei den Vereinsjubiläen: Neben der Wiedergründung der Schützen wird in diesem Jahr auch das 60-jährige Bestehen der Laienspielgruppe "Die Unverzagten" gefeiert, ebenso der 40-jährige Geburtstag der ersten Kita in Ahlten (Maschwiesen, die dritte Kita ist bereits in Bau) und auch das 35-Jährige des DRK-Seniorensports.
Es wird also, natürlich, noch genügend tolle Veranstaltungen geben, um die Zeit zu überbrücken, bis wieder dieses "Kribbeln im Bauch" (Schützenchef Andreas Wulf) das herannahende nächste Volks- und Schützenfest in Ahlten ankündigt . . .