"32. Interkulturelle Woche" Lehrte für den "normalen Umgang miteinander"

Wie hier im FamilienServiceBüro im Rathaus, dokumentiert zu je einem Drittel die Ausstellung "Wenn aus Fremde Heimat wird" auch im AWO "Gloria Park" und in der Moschee im Lehrter Dorf die Lebensgeschichte von 13 MigrantInnen. Bürgermeister Klaus Sdortschuk (li.) und Helmut Max eröffneten sie und damit auch die "32. Interkulturelle Woche" in Lehrte. (Foto: Walter Klinger)
 

"Offene Tür" und auch internationales Kinderfest in der Lehrter Moschee

LEHRTE (kl). Der neue türkische Botschafter (auf dessen Besuch beim Lehrter Citylauf wir am Samstag noch einmal eingehen werden) habe es auf den Punkt gebracht, befand Helmut May, der bisherige Vorsitzende des Arbeitskreises "zur Zusammenarbeit mit ausländischen Mitbürgern in der Stadt Lehrte": Statt über Integration solle man besser über den normalen Umgang miteinander reden.
Bei der Eröffnung der "32. Interkulturellen Woche" des AK "Ausländer" (der noch keinen neuen Vorsitzenden gefunden hat, aber weiter arbeitet) freute sich May am Montag, wie sehr auch die Moschee in Lehrte in diesem Sinne einen offenen Umgang pflegt.
Wenn es um Veranstaltungen in der Moschee gehe, sage ihm deren Trägerverein, "das ist auch Deine Moschee". Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk unterstrich dieses gute Miteinander mit einem Zitat seines dritten Stellvertreters Dündar Kelloglu. Dieser hatte auf die Frage, was er denn nun sei, Türke, Kurde oder Deutscher, geantwortet: "Lehrter!".
Die Moschee im Lehrter Dorf ist bis zum 23. September nun einer der drei Orte der von der AWO-Seniorenarbeit in Hannover erarbeiteten Ausstellung ,,Wenn aus Fremde Heimat wird". Sie porträtiert 3 SeniorInnen, die in Deutschland heimisch geworden sind. Zugleich mit ihr eröffnete der Bürgermeister im FamilienServiceBüro des Rathauses, der zweite der drei Austellungsorte, auch die "Interkulturelle Woche". Aus verschiedenen Gründen seien die MigrantInnen nach Deutschland gekommen. Diese Gründe deutlich zu machen, ermögliche Verständnis.
Auch bei MigrantInnen werden Demografie ein immer wichtigeres Thema. Deshalb sei das AWO Seniorenzentrum als dritter Ausstellungsort, an dem jeweils vier Ausstellungsafeln zu sehen sind, gut gewählt.
Fur Menschen, die sich nicht alleine auf den Weg machen wollen, um die Ausstellung anzusehen, werden noch Führungen am Mittwoch, 19. September, ab 11.00 Uhr, und am morgigen Donnerstag, 20. September, ab 13.30 Uhr, angeboten. Treffpunkt ist jeweils das FamilienServiceBüro im Rathaus.
Am Mittwoch, 19. September findet auch wieder ein "Tag der offenen Tür" in der Moschee und in der benachbarten Matthäuskirche im Lehrter Dorf statt. Von 10.30 bis 12.00 Uhr sind die Türen der Moschee geöffnet, zwischen 15.00 und 16.00 Uhr die Türen der Matthäuskirche.
Den Abschluss der Woche bildet ein Kinderfest am Freitag, 21. September, ab 15.00 Uhr. Anlässlich des Weltkindertages gibt es rund um die Selimiye Moschee im Alten Dorf viele Aktionen für Kinder und einen Auftritt der türkischen Kinder-Tanzgruppe.
Ab 16.15 Uhr baut der Mitmachzirkus ,,Kunterbunt" seine Manege auf. Mit Clown "Fidolo" können die Kinder eine aufregende Reise durch die Zirkzuswelt erleben. Für das leibliche Wohl wird ausreichend gesorgt sein.
Helmut May hob die Unterstützung der Stadt Lehrte hervor. Dieser sei dankbar, dass Bürgermeister Klaus Sidortschuk jetzt dauerhaft die Schirmherrschaft über den AK "Ausländer" übernommen habe. Beide sind sich aber einig: Gewalt und rechtsradikalismus müsse der gesellschaftliche und finanzielle Boden entzogen werden.
BILDUNTERSCHRIFT:
Wie hier im FamilienServiceBüro im Rathaus, dokumentiert zu je einem Drittel die Ausstellung "Wenn aus Fremde Heimat wird" auch im AWO "Gloria Park" und in der Moschee im Lehrter Dorf die Lebensgeschichte von 13 MigrantInnen. Bürgermeister Klaus Sdortschuk (li.) und Helmut Max eröffneten sie und damit auch die "32. Interkulturelle Woche" in Lehrte. Foto: Walter Klinger