Zoll stellt 35 Kilogramm Wasserpfeifentabak sicher

Sichergestellter Wasserpfeifentabak: In Deutschland gelten andere Bestimmungen als in den angestammten Herstellerländer. (Foto: Hauptzollamt Hannover)

Kontrollen in der Innenstadt von Hannover und in Lehrte

LEHRTE/HANNOVER (r(kl). Kontrollbeamte des Hauptzollamts Hannover haben in der vergangenen Woche zwei Shisha-Bars in der Innenstadt von Hannover und eine Sportsbar in Lehrte überprüft. In den Nebenräumen der Lokale entdeckten die Beamten sowohl unversteuerten Wasserpfeifentabak wie auch Tabak der mit Melasse angefeuchtet war. Insgesamt wurden hier 21 Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt.
Bei einer weiteren Kontrolle im Raum Lehrte bot sich ein ähnliches Bild. Auch hier fanden die Beamten unversteuerten und angefeuchteten Wasserpfeifentabak vor. Sie stellten 14 Kilogramm Wasserpfeifentabak sicher.
Die Verwendung von Tabak in einer Wasserpfeife erfordert einen Feuchtgehalt des Tabaks von rund 30 Prozent. Gesetzlich darf ein Feuchtgehalt von fünf Prozent nicht überschritten werden.
Das Anfeuchten von Tabak mit Melasse oder Glycerin stellt eine tabaksteuerrechtliche Herstellungshandlung dar, für die eine Anmeldung erforderlich ist. Da diese Anmeldung nicht vorlag, wurde gegen die Ladeninhaber Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Steuerschaden beläuft sich auf rund 1.300 Euro.
Das Rauchen von Wasserpfeifen, sogenannten „Shishas“ hat seinen Ursprung im vorderen Orient und in Nordafrika, kommt aber bei Jugendlichen in Nordeuropa immer mehr in Mode.
Allerdings unterliegen die gewerbliche Einfuhr und auch die Herstellung von Wasserpfeifentabak steuerlichen Vorschriften, denn auch diese Produkte unterliegen der Tabaksteuer.
Die Shisha-Raucher bevorzugen besonders den bis zu 30 Prozent angefeuchteten Wasserpfeifentabak, wie er in den Ursprungsländern hergestellt wird. In Deutschland darf dieser Tabak nur mit maximal fünf Prozent Feuchtigkeit verkauft werden.
Der besonders hohe Feuchtigkeitsgehalt wird durch die Zugabe von Zuckermelasse oder durch Glyzerin erreicht. Glyzerin erzeugt jedoch bei der Verbrennung gesund-heitsschädliche Substanzen. Zudem wird der kalte, aromatisierte Rauch tiefer als bei gewöhnlichen Tabakprodukten inhaliert