Jusos Lehrte: Lehrter Krankenhaus erhalten!

Gibt es medizinische Versorgung durch das Klinikum der Region Hannover (hier: Kniegelenkoperation nach modernsten Verfahren in Großburgwedel) für den Ostkreis Hannover bald nur noch am Stadtrand von Hannover? Die Lehrter Jusos sagen - auch wegen der langen Wege - Nein! und wollen für den Erhalt des Krankenhauses in Lehrte kämpfen. (Foto: KRH)
Lehrte: Klinikum Region Hannover Lehrte |

Jungpolitiker fordern von Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) den Erhalt

LEHRTE (r/kl). Auf das Bekanntwerden der Pläne der Geschäftsführung des Regionsklinikums, das Lehrter Krankenhaus zu schließen, reagieren die Lehrter Jusos mit Empörung. Gleichzeitig fordern sie Regionspräsident Hauke Jagau auf, dass Lehrter Krankenhaus zu erhalten. Noch im Regionswahlkampf hatte sich Hauke Jagau hinter alle Regionskrankenhäuser gestellt und gesagt, dass das Klinikum bald wieder schwarze Zahlen schreiben werde, sodass keines der Krankenhäuser geschlossen werden müsse. „Diese Aussagen werden nun infrage gestellt“, so Juso-Sprecher Christoph Lokotsch.
Aus Sicht der Jusos ist eine wohnortnahe medizinische Versorgung im Osten der Region Hannover von elementarer Bedeutung. Auch gehört eine flächendeckende Versorgung innerhalb der Region dazu, die nicht mehr gewährleistet sei, wenn das nächste Krankenhaus in Laatzen oder Isernhagen steht
„Es darf nicht sein, dass die gesamte östliche Region - mit Burgdorf, Sehnde, Uetze und Lehrte, also mit über 115.000 Einwohnern - abgehängt wird und der Transport zum nächsten Krankenhaus plötzlich 20 Minuten dauert“, ergänzt Annika Melles, ebenfalls Sprecherin der Lehrter Jusos.
Einen weiteren Aspekt, der zu berücksichtigen ist, liegt in der umfangreichen Lehrter Infrastruktur. Die Autobahnen A2 und A7, zusätzlich 5 Eisenbahnlinien und die Mega-Hub befinden sich in Lehrte. „Ich warne die Geschäftsführung des Klinikums angesichts dieser potenziellen Gefahrenstellen eindringlich davor, dass Lehrter Krankenhaus zu schließen.
Auf der A2 passieren jede Woche zum Teil massive Unfälle, da muss die Region die Situation nicht noch mehr verschärfen“, äußert André Tepper, Juso-Mitglied und Bürgervertreter im Verkehrsausschuss, seinen Unmut.
Am Mittwoch, den 15. Oktober, wollen die Jusos ab 18.30 Uhr im Lehrter SPD-Bürgerbüro in der Bahnhofstraße 2 (gegenüber dem Rathaus) beraten, wie der Erhalt des Lehrter Krankenhauses sichergestellt werden kann. Interessierte sind herzlich eingeladen.