Gute Wasserqualität zum Start der (Frei-)Badesaison

Regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität in den Badegewässsern: Jessica Hoffmann vom Team Allgemeiner Infektionsschutz und Umweltmedizin der Region Hannover nimmt eine Wasserprobe. (Foto: Region Hannover)

Region Hannover überprüft 23 Badegewässer regelmäßig

REGION HANNOVER (r/kl). Packt die Badehose ein: Seit Mitte des Monats darf wieder in den dafür freigegebenen Seen und Badestellen der Region Hannover geschwommen werden. Bis zum 15. September geht die Saison, in der die Region Hannover regelmäßig die Wasserqualität prüft.
Insgesamt liegen 23 sogenannte EU-Badegewässer mit 25 Badestellen in der Obhut der Wasserkontrolleurinnen und Kontrolleure, darunter der Waldsee in Hämelerwald und der Würmsee in Burgwedel. Zum Auftakt der regionalen Kontrollen wurde jetzt unter der neugierigen Beobachtung von Gesundheitsministerin Cornelia Rundt und Regionspräsident Hauke Jagau eine Wasserprobe im Hemminger Strandbadentnommen. Alle aktuellen Messwerte können online eingesehen werden unter www.hannover.de/baeder.
„Naherholung wird in der Region Hannover groß geschrieben. Die Region bietet mit insgesamt 23 Badegewässern den Menschen in der gesamten Region Orte zum Abschalten, Kraft tanken und Freude haben“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. „Wer den Sommer in der Region verbringt, hat so die Möglichkeit, an vielen schönen Orten in der Region neue Badestellen kennenzulernen.“
Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt verkündet: „Dem Badespaß an Niedersachsens Nordseeküste, den Flüssen und Binnenseen steht nichts im Wege. Die bereits vorliegenden Messergebnisse zeigen, dass die niedersächsischen Badegewässer die aktuellen Anforderungen der Niedersächsischen Badegewässerverordnung und der EU-Badegewässerrichtlinie – wie bereits im letzten Jahr – in hohem Maße erfüllen.“
Um mögliche Gesundheitsgefährdungen durch Keimverunreinigungen oder Cyanobakterien (Blaualgen) zu erkennen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Region Hannover regelmäßig vor Ort, um Proben zu nehmen und diese bakteriologisch auf zwei Keimarten zu untersuchen. „Überschreiten die Ergebnisse der Wasserproben die von der Niedersächsischen Badegewässerverordnung vorgeschriebenen bakteriologischen Grenzwerte, sprechen wir ein Badeverbot aus“, sagt Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover.
Außerdem prüfen die Hygieneinspektorinnen und -inspektoren den See anhand der Sichttiefe auf das Vorkommen von Blaualgen, die beim Verschlucken gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Auch der allgemeine hygienische Zustand einer Anlage ist Bestandteil der Prüfung. Amtsarzt Dr. Yilmaz hat aber gute Nachrichten: „Die Seen in der Region Hannover haben nach den Kriterien der Europäischen Union gute oder sogar ausgezeichnete Wasserqualitäten.“
Die Situation kann sich im Verlauf des Sommers aber schnell ändern – besonders, wenn es eine lange Zeit hinweg sehr warm ist. „Einfluss auf die Wasserqualität hat vor allem das Wetter“, so Dr. Yilmaz. Lang anhaltender Sonnenschein über mehrere Tage kann den Wuchs von Blaualgen fördern. Werden diese korrekterweise Cyanobakterien genannten Arten in verstärktem Ausmaß gefunden, wird darüber informiert und gegebenenfalls vor dem Baden gewarnt. In diesem Fällen und auch, wenn die bakteriologischen Grenzwerte überschritten werden, weisen Schilder die Badegäste direkt am See auf die Gefährdung hin. Außerdem werden Verbot oder Warnung auf der Internetseite www.hannover.de/baeder veröffentlicht.
Auch Ausscheidungen von Wasservögeln können die Wasserqualität vermindern – vor allem dann, wenn sich in der Nähe der Badestelle zahlreiche Tiere aufhalten. „Wasservögel sollten deshalb nicht gefüttert werden“, betont Dr. Yilmaz.
In der Region Hannover sind 23 Seen mit 25 EU-Badestellen gelistet. An allen übrigen Gewässern besteht generelles Badeverbot. „Für jede der EU-Badestellen hat der Fachbereich Gesundheit ein ausführliches Gewässerprofil erstellt, das die Besucher/innen direkt am See anhand großer Tafeln und im Internet unter anderem über die natürliche Beschaffenheit, Größe und Gewässerqualität informiert“, betont Dr. Yilmaz.
Neben weiteren Informationen über die Badeseen, die die Region überprüft, Blaualgen oder Badedermatitis gibt der Online-Bäderführer auf www.hannover.de/baeder auch Tipps zu Wassersport und Freizeit und über die Schwimmbäder in der gesamten Region Hannover.