Grundstein für neue Zentralküche des Klinikums Region Hannover gelegt

Grundstein für KRH-Großküche gelegt: KRH-Geschäftsführerin Barbara Schulte (v.l.), Regionspräsident Hauke Jagau, Dirk Zoschnik (Leiter KRH Servicegesellschaft), Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms und Projektleiter Stefan Birnfeld von der KRH Servicegesellschaft. (Foto: Region Hannover)

Neubau in Empelde ersetzt dezentrale Küchen - 4,3 Mio. Essen jährlich

REGION HANNOVER (r/kl). Der Grundstein für den Neubau der Zentralküche des KRH Klinikums Region Hannover ist gelegt worden. Auf einem 9.200 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet an der Bundesstraße 65 im Ronnenberger Ortsteil Empelde entsteht eine der größten Betriebsküchen in unserer Region, in der Speisen für die Patienten und Mitarbeiter aller zwölf Krankenhäuser des Klinikums Region Hannover produziert werden. Die Baukosten betragen rund 13,5 Millionen Euro.
Täglich mehr als 10.000 Portionen Frühstück, Mittag- und Abendessen für die KRH-Patienten werden in Empelde künftig tagtäglich zubereitet, hob Regionspräsident Hauke Jagau bei der Grundsteinlegung hervor. Dazu kommen die Versorgung der Cafeterien in den Krankenhäusern und Lieferungen an externe Kunden. Jährlich werden in der KRH-Großküche rund 4,3 Millionen Essensportionen hergestellt und mit dem KRH-eigenen Fuhrpark ausgeliefert.
Rund 150 Vollkräfte der KRH-Servicegesellschaft, ein Tochterunternehmen des kommunalen Klinikverbundes, werden in der Zentralküche in Empelde arbeiten. Niemand verliert wegen des Neubaus seinen Arbeitsplatz, die Großküche wird komplett von eigenen Küchenkräften betrieben, die zuvor in den dezentralen KRH-Küchen tätig waren.
Als die Planungen für die neue Großküche im Jahre 2010 begannen, wurden die KRH-Krankenhäuser von sieben eigenen Küchen versorgt. Der KRH Aufsichtsrat beschloss im September 2013 endgültig den Bau der Zentralküche. Die Fertigstellung ist im Dezember dieses Jahres geplant.
Neben den Synergieeffekten, die mit der Speisenproduktion für alle Häuser an einem Standort erzielt werden können, wird auch die Qualität der Gemeinschaftsverpflegung verbessert, betonte KRH-Geschäftsführerin Barbara Schulte. Das Mittagessen wird anders als beim bisherigen „Cook & Serve“-Verfahren (zu deutsch: Kochen und Servieren) – bei dem die Speisen warmgehalten ausgeliefert werden – künftig im sogenannten „Cook & Chill“-Verfahren zubereitet, (zu deutsch: Kochen und Kühlen).
Bei diesem Verfahren werden die warmen Speisenkomponenten auf herkömmliche Weise zubereitet und gegart, dann aber innerhalb von 90 Minuten auf eine Temperatur von unter vier Grad Celsius gekühlt. Die gekühlte Speise kann bei ununterbrochener Kühlkette bis zu vier Tage ohne Qualitätsverlust gelagert werden. Sie wird erst unmittelbar vor der Ausgabe wieder auf Verzehrtemperatur erwärmt. Dieser Prozess wird in der Fachsprache als Regenerierung bezeichnet.
Die Mahlzeiten werden in insgesamt rund 230 Tablett-Transportwagen gekühlt auf die Stationen gebracht. Erst dort beginnt im Transportwagen der Regenerierungsvorgang, also das Erwärmen auf Verzehrtemperatur. Heizplatten erwärmen dabei ausschließlich die Hauptgerichte, Salat oder Nachtisch werden nicht warm.
Zu den Vorteilen des moderne „Cook & Chill“-Systems zählt auch die damit verbundene größere hygienische Sicherheit. Das Verfahren wird seit Jahren in Krankenhäusern und Altenheimen erfolgreich eingesetzt, auch viele Supermärkte bieten mittlerweile „Cook & Chill“-Gerichte an.
Nach Betriebsbeginn in Empelde werden die derzeit vorhandenen KRH-Küchen als Produktionsstätten aufgegeben. Teile der alten Küchen nutzen künftig die bestehenden Cafeterien in den Krankenhäusern. Die Cafeterien bleiben alle erhalten und werden aus der neuen Küche versorgt.