"Führende SPD-Politiker in der Region Hannover zeigen ihr (un-)wahres Gesicht"

Woher kommt die plötzliche angebliche Zahlungsbereitschaft für einen größeren Klinikneubau? Der CDU-Abgeordbete Dr. Hans-Joachim Denke-Jöhrens (Lehrte) will eine Antwort darauf von der Landesregierung. (Foto: CDU)

CDU kritisiert Klinikums-Variante "4plus": Für Lehrte "Tod auf Raten"

LEHRTE/BURGWEDEL (r/kl). Beim Neujahrsempfang der Burgwedeler SPD hat der Vize-Chef der SPD-Regionsfraktion, Andreas Strauch, eine sichere Mehrheit mit den Stimmen von Rot-Grün bei der Abstimmung am 1. März in der Regionsversammlung für die „Variante 4 Plus“ angekündigt.
Diese Variante bedeutet einen Neubau mit etwas mehr als 400 Betten, eine zusätzliche Station für Wirbelsäulenerkrankte und Herzkatheter sowie eine Schlaganfall-Einheit. Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte äußerte keinen Zweifel daran, dass das Land für die Finanzierung des Klinik-Neubaus sorgen werde.
Letzteres hatten die CDU-Landtagsabgeordneten bereits beim Land abgefragt: Die damalige Antwort der Landesregierung stützte die Aussage Brunottes in keiner Weise, im Gegenteil: Die Kassen für Klinikbauten seien unterfinanziert und deshalb auf Jahre ausgebucht.
"Herr Brunotte scheint neue Erkenntnisse zu haben. Die aktuelle Zahlungsbereitschaft der Landesregierung werden wir in einer neuen kleinen Anfrage überprüfen," gab Deneke-Jöhrens jetzt die CDU-Marschrichtung ins Landesparlament vor.
Gespannt ist man unterdessen auch bei der CDU Lehrte, wie sich die Lehrter Abgeordneten von Rot-Grün bei der Abstimmung in der Regionsversammlung, wenn es um die Zukunft der Kliniklandschaft gehen wird, verhalten werden. "Werden sie tatenlos zusehen, falls das Lehrter Krankenhaus zu einem Altenheim zurückgestuft wird?
Wann intervenieren der SPD-Bürgermeister der Stadt Lehrte Klaus Sidortschuk und die angeblich so einflussreiche Lehrter SPD endlich ernsthaft beim Regionspräsidenten Hauke Jagau und beim Unterbezirksvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch und setzen sich für die Belange der Ostkreiskommunen ein?", fragen die Christdemokraten.
Bernward Schlossarek, Lehrter Regionsabgeordneter, wird noch deutlicher: „400 neue Betten in Burgwedel und die Herabstufung Lehrtes auf eine Portalklinik auf rund 50 Betten wäre der Tod auf Raten.
Wir bleiben dabei, es bedarf eines zukunftsfähigen und wirtschaftlich ausgewogenen Konzeptes, bei dem beide Krankenhaus-Standorte gleichermaßen gestärkt werden.
Nach dem durch Rot/Grün verursachten Verlust des Wertstoffhofes und der berufsbildenden Schule wäre das ein weiterer schwerer Schlag gegen die Infrastruktur in unserer Stadt.“
Die CDU fordert die SPD und die Grünen in Lehrte auf, "dem Ausverkauf der Lehrter Interessen in der Region Einhalt zu gebieten". Ihre Vertreter verweisen darauf, dass es in der CDU den einstimmigen Beschluss zum Erhalt aller Klinikstandorte gibt - auch und insbesondere unterstützt von den Burgwedeler Parteikollegen.