„Feuerwehr – gemeinsam sind wir stark“

Karl-Heinz Mensing (v.l.), Vorsitzender des regionsfeuerwehrverbandes, mit den geehrten Horst-Dieter Scholz, Michael Homann, Armin Jeschonnek und Klaus-Peter Grote. (Foto: Regionsfeuerwehr Hannover)
 
Einmütige Ensteidungen prägten die Delegiertenversammlung 2017 des Regionsfeuerwehrverbandes im "Haus der Region". (Foto: Regionsfeuerwehrverband)

Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Region Hannover

REGION HANNOVER (r/kl). „Feuerwehr – Gemeinsam sind wir stark“. Ein kurzes Jahresmotto, aber sehr zutreffend“, betonte der Verbandsvorsitzende Karl-Heinz Mensing vor den rund 200 Delegierten und Gästen im "Haus der Region" in Hannover.
Und dies gelte nicht nur für das Einsatzgeschehen sondern auch für die beharrliche und energische Vertretung der Interessen der Feuerwehren der Region Hannover bei den Themen Perspektivprogramm 2025, Rahmenbedingungen für das Ehrenamt und Sorgen um den Katastrophenschutz. Wahlen zum Vorstand und Ehrungen waren weitere Höhepunkte der Delegiertenversammlung 2017 des Feuerwehrverbandes Region Hannover.
Der Verbandsvorsitzende Karl-Heinz Mensing aus Wennigsen ging in seinem Jahresbericht unter dem Thema „Perspektivprogramm 2025 – Moderne und leistungsstarke Feuerwehren vom Ist zum Soll“ auf den Ausbau der Niedersächsischen Akademie für Brand und Katastrophenschutz (NABK) ein.
Er lobte ausdrücklich den eingeschlagenen Weg zur Erhöhung der Kapazitäten und einer praxisorientierten Ausbildung. Die Maßnahmen seien jedoch langfristig angelegt, so dass die Rückstände in der Aus- und Fortbildung sich erst allmählich abbauen. Daher würden die weiteren Schritte vom Feuerwehrverband eng begleitet und auf ihre Einhaltung gedrängt.
Ein weiteres Themenfeld waren die „Rahmenbedingungen für das Ehrenamt "Feuerwehr – Förderung und Stärkung der ehrenamtlichen Tätigkeit“. Hier zeigte sich Mensing erfreut, dass die vor drei Jahren im sogenannten „Berliner Papier“ festgehaltenen Forderungen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen weitgehend umgesetzt werden.
Eine wichtige Voraussetzung sei die Verabschiedung des neu gefassten Niedersächsischen Brandschutzgesetzes noch in diesem Jahr, bevor Anfang 2018 der Landtag neu gewählt wird. Die in der Presse häufig thematisierte Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre sei dabei für die Sicherung der Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren nur eine flankierende Maßnahme.
Viel wichtiger sei es Mitglieder zu halten, indem eine höhere Akzeptanz für das Ehrenamt in der Bevölkerung und bei den Arbeitgebern geschaffen werde und dass neue Mitglieder gewonnen würden, auch durch die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Hier unterstütze Niedersachsens Imagekampagne „Sag ja zur Feuerwehr“, die inzwischen Vorbild für andere Bundesländer ist.
Die Stärkung der Kinder- und Jugendfeuerwehren unter Einbeziehung der Brandschutzerziehung und –aufklärung und die Erhöhung des Frauenanteils seien weitere Maßnahmen, um den Brandschutz in Niedersachsen auch in Zukunft sicherzustellen.
Im dritten Themenblock „Sorge Katastrophenschutz / Finanzielle Ausstattung im Bevölkerungsschutz“ sprach Karl-Heinz Mensing die Probleme bei der Ausstattung für den Katastrophenschutz an. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten, dass vom Bund gemachte Zusagen nicht eingehalten worden seien. Eine der fünf Regionsfeuerwehrbereitschaften sei aufgrund des Ausfalls von zwei Bundesfahrzeugen LF 16 katastrophenschutz nur noch bedingt einsatzbereit.
Weiter fanden die Berichte zu den Kinder- und Jugendfeuerwehren durch Regionsjugendfeuerwehrwart Michael Homann (Neustadt a. Rbg.), zur Feuerwehrmusik durch Regionsstabführer Rüdiger Finze (Springe) und zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durch Regionspressewart Armin Jeschonnek (Gehrden) reges Interesse bei den Delegierten und Gästen im Regionshaus.
In der Jugendarbeit gibt es eine sehr erfreuliche Entwicklung bei den Kinderfeuerwehren und bei den Feuerwehrmusikzügen konnte der Abwärtstrend gestoppt werden. Das Konzept für die Pressearbeit bei Einsätzen mit großem Medieninteresse wurde weiter entwickelt, die Zusammenarbeit mit den Medien intensiviert und weitere Seminare für Feuerwehrpressesprecher durchgeführt.
Bei den anstehenden Wahlen zum Vorstand wurde der stellvertretende Vorsitzende für die Sparte der Werkfeuerwehren neu gewählt. Auf Nils Neumann (VSM) folgte Jörg Oehlsen (Honeywell). Als Beisitzer für den Brandabschnitt IV wurde Diethelm Huch (Sehnde) für weiterer drei Jahre bestätigt. Neuer Beisitzer für den Brandabschnitt V ist der stellvertretende Abschnittsleiter Volker Kluth (Burgwedel), der für Abschnittsleiter Horst Holderith (Isernhagen) dieses Amt übernimmt.
Zum Abschluss der Versammlung wurden vom Vize-Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen Klaus-Peter Grote und dem Vorsitzenden Karl-Heinz Mensing Ehrungen vorgenommen. Regionspressewart Armin Jeschonnek (Gehrden-Everloh) wurde mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze für die Professionalisierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren in der Region Hannover ausgezeichnet. Für die Entwicklung der Regionsjugendfeuerwehr zu einem Dienstleister für alle Kinder- und Jugendfeuerwehren bekam Regionsjugendfeuerwehrwart Michael Homann (Neustadt-Eilvese) die Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes verliehen.
Mit der Ehrennadel des Feuerwehrverbandes Region Hannover e.V. wurde Horst-Dieter Scholz (Ronnenberg-Weetzen) ausgezeichnet. Als Chefredakteur des Feuerwehr-Journals war er Tag und Nacht auf Abruf, um über spektakuläre Einsätze zu berichten und hat Feuerwehr gelebt. Nachgeholt wird die Verleihung der Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes für den stellvertretenden Regionsbrandmeister Detlef Hilgert (Sehnde).
Die Versammlung schloss dann mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne durch alle Delegierten und Gäste, begleitet durch das Blasorchester des Feuerwehrverbandes Region Hannover unter der Leitung von Hauptstabführer Pieter Sikkema.

Gez. Armin Jeschonnek


Fotos im Anhang
1. Ehrungen – DSC 0160 u. DSC 0162
Karl-Heinz Mensing, Horst-Dieter Scholz, Michael Homann, Armin Jeschonnek und Klaus-Peter Grote (von links nach rechts)
2. Delegierte im Haus der Region stimmen ab – DSC 0147
3. Stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz – CSC0139
4. Dezernent der Landeshauptstadt Hannover Harald Härke – DSC 0141