Europäische Impfwoche: Amtsarzt der Region Hannover informiert über HPV-Impfung

Für Mädchen im Alter zwischen neun und 17 Jahren empfohlen

REGION HANNOVER (r/kl). Humane Papillomviren (HPV) zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viren der Welt.
Bisher sind mehr als 120 Virentypen bekannt, von denen etwa 40 die Geschlechtsorgane befallen. Einige der Viren sind für die Bildung von gutartigen Feigwarzen an den Genitalien verantwortlich, andere Typen sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt.
Zur Europäischen Impfwoche (EIW) informiert der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover über die Impfung gegen das HP-Virus. „Seit zwölf Jahren gibt es in Deutschland die Möglichkeit, sich gegen einige Typen des HP-Virus impfen zu lassen“, sagt Dr. Mustafa Yilmaz, Amtsarzt der Region Hannover.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung bereits seit einigen Jahren für Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren und hat ihre Empfehlung im Jahr 2014 auf das Alter ab neun Jahren gesenkt.
„Viele Menschen sind verunsichert in Bezug auf die tatsächliche Auswirkung einer Infektion mit dem HP-Virus, aber auch im Hinblick auf die Impfung und möglichen Nebenwirkungen“, sagt Dr. Yilmaz.
Weit mehr als 100 verschiedene Genotypen des Virus sind heute bekannt, sie unterscheiden sich demnach oft nur wenig in ihrem genetischen Programm und damit in ihren Auswirkungen. „Einige Typen sind harmlos, andere können sehr pathogen, also krankmachend, sein.
Und bei wieder anderen ist noch gar nicht erforscht, ob und welche Funktion und Effekte sie haben“, sagt Marlene Graf, Leiterin des Teams Gesundheitsförderung und Prävention im Fachbereich Gesundheit der Region Hannover. Beim Fachbereich Gesundheit der Region Hannover können Informationen über alle Themen rund um HPV eingeholt werden, unter Telefon (0511) 6160 oder unter www.hannover.de/impfen.
Die Europäische Impfwoche (EIW) findet jährlich im April in der gesamten Europäischen Region statt – in diesem Jahr vom 24. bis 30. April 2016. Sie soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für Gesundheit und Wohlbefinden schärfen.
In diesem Jahr stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten die Fortschritte und Herausforderungen im Hinblick auf die gemeinsamen Anstrengungen in der Europäischen Region zur Eliminierung der Masern und Röteln.