"aha" in der Region und "üstra" in Hannover werden am Mittwoch (19. März 2014) bestreikt

in Lehrte schließen für einen Tag auch die städtischen Kindertagesstätten

REGION HANNOVER (kl). Die Gewerkschaft "ver.di" hat angekündigt, im Rahmen von bundesweiten Warnstreiks am Mittwoch, 19. März, auch die "üstra" zu bestreiken. Die hannoverschen Verkehrsbetriebe bedauern, deshalb an diesem Tag von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss den Verkehr von Stadtbahnen und Bussen einstellen zu müssen. Die "üstra" bittet ihre Fahrgäste, an diesem Tag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Am Donnerstag, 20. März, ab Betriebsbeginn, verkehren die Stadtbahnen und Busse der "üstra" dann wieder wie gewohnt.
Die anderen Verkehrsunternehmen im GVH RegioBus, Deutsche Bahn, Erixx und Metronom sind von den Warnstreiks nicht betroffen und verkehren wie gewohnt.
Außerdem bittet die RegioBus ihre Fahrgäste um Verständnis, da das höhere Fahrgastaufkommen am Mittwoch zu Verzögerungen führen kann. Eine Verstärkung des regulären Linienverkehrs ist aufgrund der ausgelasteten Kapazitäten leider nicht möglich.
Bestreikt wird heute am Mittwoch auch "aha", der Abfallwirtschaftsbetrieb der Region Hannover. Die Wertstoffhöfe und die Deponien bleiben geschlossen, auch das Servicetelefon ist nicht besetzt. Bis auf einen Notdienst, beispielsweise für Krankenhäuser und Altenheime, ruht die komplette Abfallentsorgung in der Region Hannover. Die Notdienstvereinbarung garantiert auch die Sicherheit der Betriebsanlagen.
Die ausgefallene Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen wird spätestens bei der nächsten planmäßigen Abfuhr in vollem Umfange nachgeholt.
"aha" geht davon aus, dass die meisten Einwohnerinnen und Einwohner über den bevorstehenden Warnstreik informiert sind und sich entsprechend verhalten. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht wird "aha" auch am Tag des Warnstreiks Gefahrenstellen entfernen.
Auch die Straßenreinigung in Hannover wird bestreikt. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht, zum Beispiel bei Glättegefahr, wird ein Notdienst für sichere Straßen sorgen.
Im Zuge der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft ver.di für den Mittwoch, 19. März, zu einem eintägigen Warnstreik auch in Lehrte aufgerufen. Eltern, deren Kinder in einem städtischen Hort, Kindergarten oder Krippe betreut werden, müssen deshalb an diesem Tag zwangsläufig mit erheblichen Einschränkungen im Betreuungsangebot rechnen und wurden daher gebeten, sich für diesen Tag nach einer anderen Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder umzuschauen.
"Die Einrichtung von Notgruppen im Kita-Bereich wird - wenn überhaupt - nur in einem sehr eingeschränkten Umfang möglich sein", informierte dazu Stadtsprecher Fabian Nolting.
Die Eltern wurden Anfang der Woche durch Aushänge in den Einrichtungen über die angekündigte Streikmaßnahme informiert und können sich direkt bei der jeweiligen Kindertagesstätte über die individuelle Situation in der Einrichtung informieren.