Zwei neue Schulsozialarbeiter gehen an den Start

Zwei neue Schulsozialarbeiter haben in der Gemeinde Isernhagen ihre Arbeit aufgenommen, Franziska Hartmann und Dietmar Korth. (Foto: Dana Noll)

„Wer Unterstützung und Hilfe benötigt, sollte nachfragen“

ISERNHAGEN (dno). Zwei neue Schulsozialarbeiter haben ihre Arbeit in den Schulen der Gemeinde Isernhagen aufgenommen.
Zum 1. Juli 2016 nahm Dietmar Korth seine Tätigkeit als Schulsozialarbeiter für die fünf Grundschulen in Isernhagen auf. Mit 26 Jahren Berufserfahrung kennt er sich bestens mit den Anliegen und Ängsten der Schüler/innen und auch Eltern aus.
„Wir können vieles möglich machen. Es darf keine falsche Scham entstehen. Oft wird sich nicht getraut, Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil es unangenehm ist, danach zu fragen. Aber, das Wohl des Kindes sollte im Vordergrund stehen“, so Korth. Sein Büro befindet sich in der Grundschule Altwarmbüchen. „Ich sehe mich als Ermöglicher“, so Korth. Der 54-jährige schaut genau hin: „Sollte uns etwas bei den Kindern auffallen, was uns stutzig macht, wenden wir uns an die Schulleitung.“
Franziska Hartmann ist seit dem 1. August 2016 noch ganz „frisch“ im Amt. Die 24-jährige hat bereits erste Erfahrungen in der Schul- und Flüchtlingssozialarbeit in Bad Münder gesammelt. „Ich bin vom Kollegium sehr gut aufgenommen wurden und habe von den Schüler/innen eine positive Reaktion bekommen“, so Hartmann. Sie wird sowohl die Hauptschule Heinrich Heller, die Realschule als auch die IGS betreuen. „Es sind jeweils andere Strukturen in den Schulen aber ich freue mich auf ein vielfältiges Aufgabenfeld“, so Hartmann, „Das Angebot ist besonders, denn in den Schulen erreichen wir wirklich alle Kinder.“
Dazu zählen vor allem die Beratung der Schüler/innen und Eltern über mögliche Zuschüsse, Ermäßigungen und Kostenübernahmen im Rahmen der BuT (Leistungen für Bildung und Teilhabe).
Die Schulsozialarbeiter werden durch die Gemeinde finanziert. Der Bereich wurde mit einer Stelle zusätzlich aufgestockt. Für das Gymnasium Isernhagen ist seit langem Jörg Lohmann als Schulsozialarbeiter vor Ort. Auch hier gibt es einen großen Bedarf, aber die wenigstens Anfragen.
„Die Nachfrage ist nicht nur durch die Flüchtlinge gestiegen. Auch aus den europäischen Ländern gibt es einen großen Zuzug. Fast jede Grundschule hat eine Sprachlerngruppe“, so Silvia Voltmer, Leiterin des Amtes für Jugend, Bildung und Sport. Derzeit sind 420 Flüchtlinge vor Ort, davon ein Großteil Kinder.
„Das Kindeswohl muss im Fokus stehen. Ob Kurse, Klassenfahrten oder Essenszuschüsse, es sollte sich keiner schämen, danach zu fragen“, so Dietmar Korth.