Zum 100-Jährigen der Ortswehr Stelle wurde kräftig gefeiert

Wenn Fett in Pfanne oder Topf brennt, wird es gefährlich in der Küche. Mit dem richtigen Feuerlöscher lässt sich so ein Brand allerdings problemlos löschen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Viele interessante Spiele für die kleinen Gäste hatten sich die Veranstalter ausgedacht. Hier müssen die beiden Jungs gegeneinander einen auf dem Wasser treibenden Ball ins Ziel, pusten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Abwechslungsreicher Familientag für Groß und Klein

STELLE (hhs). Am vergangenen Samstag wurde in Stelle groß gefeiert: Die Freiwillige Feuerwehr der Ortschaft hatte 100. Geburtstag und aus diesem Grund schon lange im Vorfeld eine angemessene Geburtstagsfeier auf die Beine gestellt, mit allem Drum und Dran, für große und für kleine Besucher. Das zog die Besucher scharenweise an, und alle kamen voll auf ihre Kosten.
100 Jahre und kein bisschen verstaubt, und in diesen hundert Jahren muss sich die Freiwillige Feuerwehr Stelle eine ganze Menge Freunde gemacht haben, denn an Besuchern herrschte kein Mangel an diesem Samstag. Schon früh war der improvisierte Festplatz vor dem Feuerwehrgerätehaus und auf den umliegenden Grundstücken sehr gut besucht. Unter den hohen Eichen nebenan hatte die Steller Jugendwehr einen kleinen Freizeitpark für die Kinder aufgebaut, mit Hüpfburg des DRK Burgdorf - die Helfergruppe aus der Auestadt hatte auch noch einen Rettungswagen zum Anschauen mitgebracht und einen Info-Stand. Daneben begeisterten die einfachen Spiele Groß und Klein: Erbsenklopfmaschine, Wasserballpusten, Löschen mit der Handruckspritze und anderes mehr.
Gut, dass die Organisatoren mit einem großen Zuspruch gerechnet haben: Für die Verpflegung sorgte eine Gulaschkanone, und solche segensreichen Geräte fassen etwa 600 Portionen köstlicher Erbsensuppe, deren verlockender Duft sich über den ganzen Platz verteilte. Die Getränke gab es allesamt zum Jubiläumspreis von 100 Cent.
Als besondere Attraktion erwies sich die Simulation eines Fettbrands, so wie er in Deutschlands Küchen immer wieder vorkommt und in den betroffenen Räumen meistens für Kollateralschäden sorgt. Die Ursachen dafür sind bekannt: Wer auf das brennende Fett in Topf oder Pfanne Wasser zum Löschen schüttet, riskiert nicht nur seine Gesundheit, sondern auch die gesamte Kücheneinrichtung: Das Fett explodiert und spritzt, starke schwarze Rauchentwicklung folgt. Die Vorführungen zu diesem Thema sind immer Hingucker. Nach mehreren Vorführungen traute sich eine Dame, das brennende Fett mit einem Feuerlöscher zu löschen. „Das Unterrichtsziel ist erreicht“, flachste ein Feuerwehrmann, der dem Treiben zuschaute.
Schließlich boten die Kameraden noch eine kleine Zeitreise an in die Jahre der Gründung der Ortswehr. Damals löschten die Kameraden die Brände noch mit der Handdruckspritze, die der Zeit entsprechend mit Pferden an die Einsatzorte gezogen wurde. Beim simulierten Brand zum Jubiläum konnte sich jeder einen Eindruck darüber machen, welche Anstrengungen und Gefahren
die Feuerwehrkameraden freiwillig auf sich nahmen. Ein Zeitsprung in die fünfziger Jahre: Die Aktiven trugen schon einheitliche Uniformen, eine Motorspritze ersetzte die Menschenkraft an der Handdruckspritze der Gründerzeit. Und richtige Feuerwehrfahrzeuge gab es auch schon. Da wird sich „Emma“, das alte Feuerwehrfahrzeug der Steller aus den Fünfzigern gefreut haben, dass sie unterdessen beruflich umgeschult hat: Sie ist gewissermaßen zu einer fahrbaren Theke umfunktioniert worden, und sorgt allenthalben für Freude, wo sie einen Stopp einlegt. Und sie nimmt ihren neuen Job ebenso ernst wie ihren alten: Zuverlässig, schnell und überall wo der Durst gefährlich brennt ...