Zukunft des Altwarmbüchener Rischteiches ist gesichert

Marlies Helfers, Ortsbürgermeisterin von Altwarmbüchen, ist ein wenig stolz über die Verbesserung der Wege am Rischteich. (Foto: Renate Tiffe)

Absprachen zwischen Gemeinde und Realverband zur Erhaltung und Pflege

Altwarmbüchen (ti). Ein kleines Idyll an diesem Frühsommermorgen - ganz nah an der Ortsmitte von Altwarmbüchen: die Frösche quaken, dass es nur so eine Art hat, ein Stockentenpaar zieht gemächlich seine Bahn, um gleich, am Teichrand angekommen, zu gründeln.
Der Rischteich zeigt sich von seiner schönsten Seite. Marlies Helfers, die Ortsbürgermeisterin von Altwarmbüchen, ist ein wenig stolz - ganz besonders, als eine Radlerin des Weges kommt und ihr bestätigt, wie froh die Anlieger sind über die Verbesserung der Wege.
Es hat sich viel getan in letzter Zeit zur Erhaltung des kleinen Gewässers. Es liegt am Anfang der Isernhagener Straße, die in die Isernhagen-Dörfer führt - dort wo mehrere wichtige Einrichtungen des Zentralorts konzentriert sind: die Grundschule, das Hallenbad, die Feuerwehr. Eine Bushaltestelle ist in der Nähe.
Es ist nicht so, dass der ehemalige Feuerwehrteich, der vielen alteingesessenen Altwarmbüchenern lieb und vertraut ist, ganz aus dem Blick des Ortsrates geraten ist. Auf zwei Bänken, die im Uferbereich platziert sind, ist die Jahreszahl 2008 zu lesen. Aber die Zukunft des Teiches erschien ungewiss, besonders, als es Bestrebungen gab, die Fläche zu verfüllen, um dort den gewünschten Mehrgenerationen-Park einzurichten.
Der Plan ist vom Tisch, nachdem eine Bürgerversammlung Anfang des Jahres sich eindeutig für den Erhalt des Teiches ausgesprochen hatte. Mit beteiligt waren die Gemeindeverwaltung und der Realverband als Eigentümer der Fläche. Es gebe jetzt feste Zusagen von der Verwaltung, was die Reinhaltung des Gewässers betrifft und die Pflege seiner Umgebung, berichtet die Ortsbürgermeisterin.
Der Rischteich bleibe sozusagen immer auf der Agenda des Ortsrates, sagt sie und macht auf die schönen, großen alten Bäume im Uferbereich aufmerksam. Das alles macht auch jetzt keinen ungepflegten Eindruck. Aber besonders die mit Split verfüllten Wege machen deutlich, dass in letzter Zeit mehr getan wurde.
Die Verwaltung hat jedoch darauf hingewiesen, dass diese Wege im Winter nicht vom Schnee freigeräumt werden können, weil der Belag dann leide. Es werden aber Streukisten aufgestellt, mit denen die Anlieger selbst für Sicherheit sorgen können. Für den Erhalt des Gewässers reiche es nach Auffassung der Verwaltung aus, wenn alle zehn Jahre eine Reinigung vorgenommen werde, für die etwa 6.000 Euro zu veranschlagen sind. Das Geld für das nächste Verfahren muss noch im Haushalt eingestellt werden.
Bleibt noch die Frage nach dem Standort für den heute allerorten für unumgänglich gehaltenen „Mehrgenerationen-Park“ mit den Geräten, mit denen sich ältere wie junge Bürger mehr Bewegung verschaffen sollen. Der Realverband habe bereits signalisiert, dass bis zu fünf solcher Geräte akzeptiert werden könnten, teilt Marlies Helfers mit. - Die Frage stellt sich aber, ob unbedingt die oben beschriebene Idylle – ein „Kleinod“ wie die Ortsbürgermeisterin meint – für die Aufstellung solcher Geräte herhalten muss?