Unter „La Reina“ bebt der Boden

„La Reina“ Gundula König mit dem Flamenco-Ensemble (v. l.): Manuel Hansen, Gilberto Torres, Elva la Guardia und Thomas Hickstein. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Flamencostück „Un día, una vida“ begeistert mit poetischen Bildern aus dem Leben

ISERNHAGEN FB (bgp). Temperamentvolle Szenen brachten die Bühne zum Beben, als "La Reina" Gundula König mit ihrem vierköpfigen Flamencoensemble im Isernhagenhof auftrat. Das Flamencostück "Un día ... una vida - ein Tag ... ein Leben" erzählt die Geschichte einer Frau, deren Tagesablauf sich auf ein ganzes Leben übertragen lässt.
In einer Mischung aus Musik, Tanz und Darstellung beschreibt La Reina das morgendliche Erwachen, den Beginn des Lebens, das sie später mit "der Sonne im Zenit" sucht. Über das "Gewitter am Nachmittag und alles ist dahin" kämpft sie sich zurück und feiert den Lebensabend, bis die Nacht anbricht.
Farbenfrohe Tanzszenen voller Lebenslust wechseln sich mit zarten Tönen der Melancholie ab. Die Verwandlung der Tänzerin mit unterschiedlichen Kostümen ist Ausdruck der inneren Verfassung, welche sie vermitteln will. Dabei verstehen es Thomas Hickstein (Gitarre, Klavier), Gilberto Torres (Gitarre) und Manuel Hansen (Perkussion) dem begleitenden Gesang von Elva la Guardia maximale Authentizität zu verleihen, die den Zuschauer mitnimmt auf die Reise durch das Abenteuer Leben.
Gundula König lässt ihr Publikum atmosphärisch spürbar teilhaben an den Höhen und Tiefen der Geschichten, die das Leben schrieb. Dieses ist ihr und dem Ensemble mit der Kunstform des Flamencos so meisterhaft gelungen, dass die Zuschauer minutenlang begeistert applaudierten.