United Kingdom of Isernhagen

Schon simple Plastikbecher genügten als Requisiten, um einen guten Gag zu machen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Wall Street Theatre brachte das Publikum „Simply British“ zum Lachen

ISERNHAGEN FB (bgp). Artistik, Jonglage und eine gehörige Portion britischer Humor erheiterten das Publikum am vergangenen Donnerstagabend im Isernhagenhof. Das Wall Street Theatre gastierte mit seiner Show „Simply British“ und erntete riesigen Applaus für ein rund zweistündiges Gag-Feuerwerk.
Das Wall Street Theatre besteht aus den Herren Schröder (Andreas Wiegels) und Schultze (Christian Klömpken), welche ganz im Stil englischer Gentlemen mit Hornbrille, Business-Anzug und Krawatte auftreten. Die passende Pomadenfrisur rundet das Bild des Briten „vom Scheitel bis zur Sohle“ ab. Auf der Bühne sprechen sie eine Melange aus Englisch und Deutsch mit britischem Akzent.
Die sprachliche Perfektion lässt das Publikum in dem Glauben, es handele sich bei den beiden Deutschen wirklich um waschechte Briten. Gerade das macht den Reiz ihrer originellen Show aus, die alle deutschen Klischees über das Volk jenseits des Ärmelkanals bedient.
In einem humorvollen Exkurs über die Ortsteile Isernhagens mit den besonderen Abkürzungen FB, HB und KB waren allemal ein paar Lacher wert, das ironische Lokalkolorit kam sehr gut an. Gelbe Bowlerhüte wirbelten durch die Luft, umgedreht dienten sie als traditionelle südamerikanische Flöte zu den Klängen von „El Condor pasa“.
Spritzigkeit und waghalsige Akrobatik begeisterten das Publikum, das hie und da als Zielscheibe für eine humorvolle Einlage diente. Auf der Bühne zauberten die Künstler auch mal eine Einkaufskiste oder einen Hocker aus dem Mantel. Höhepunkt der Magie war eine große Stehleiter, welche überraschenderweise unter dem Revers zum Vorschein kam.
Die Akrobatiknummer „Schwäbische Jungfrau“ begeisterte ebenso wie Wortspiele und das gekonnte Jonglieren mit Zigarrenkisten. In der raschen Abfolge, wie die Kästchen jongliert wurden, perlten auch die Gags: „One after the other“.