Umfrage zur Betreuung abgeschlossen

52 Prozent der Eltern wünschen sich in Zukunft eine Ganztagsschulform für die Grundschule „Auf dem Windmühlenberge“ in Isernhagen NB. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

52 Prozent der Eltern wünschen sich eine Ganztagsschule

ISERNHAGEN (bgp). Die Gemeinde Isernhagen startete Mitte März eine Elternbefragung zur „Betreuung von Kindern im Grundschulalter“ für den Schulbezirk der Grundschule „Auf dem Windmühlenberge“ in Isernhagen NB. Befragt wurden Eltern mit Kindern in der Altersspanne von drei Jahren bis hin zu Zweitklässlern der Grundschule. Anhand eines Fragebogens hatten die Eltern unter verschiedenen Punkten die Möglichkeit, benötigte Betreuungszeiten und -formen für jedes ihrer Kinder in der betroffenen Altersspanne anzugeben.
375 Fragebogen wurden verschickt, von denen 208 an die Gemeinde ausgefüllt zurückgegeben wurden. Die von Bürgermeister Arpad Bogya als gut bewertete Rücklaufquote von 55 % wird als Diskussionsgrundlage für weitere Entscheidungen verwendet werden. Die Befragung ergab, dass für die meisten Familien eine Ausdehnung der Betreuungszeiten notwendig ist.
60 Prozent der Eltern, die ihren Fragebogen zurücksandten, benötigen für ihre Kinder eine verlässliche Betreuung über 13.00 Uhr hinaus. Eine Versorgung in den Ferien benötigen insbesondere für die Sommerferien 63 Prozent, 44 Prozent in den Herbstferien und 45 Prozent für die Osterferien.
Die Wahlmöglichkeiten bei den Schulformen waren vielfach. 31 Prozent der Eltern wünschen sich ausschließlich eine verlässliche Grundschule, 17 Prozent sprachen sich für eine verlässliche Grundschule mit Hort aus. Eine offene Ganztagsschule wäre für 31 Prozent der Eltern eine gute Lösung, 21 Prozent sprachen sich für eine teilgebundene Ganztagsschule aus. Insgesamt wünscht sich die Mehrheit der Eltern mit 52 Prozent demnach eine Ganztagsschulform.
Im Rahmen eines „runden Tisches“, an dem neben der Schulleitung und einer Lehrervertretung der Grundschule „Auf dem Windmühlenberge“ teilnehmen wird, werden auch die Leitung der Kindertagesstätte „Kunterbunt“ sowie Vertreter aus Rat und Verwaltung und die Elternvertreter aus dem Schul- und Kindertagesstättenbereich auf den neuesten Sachstand gebracht. Nach der Diskussion wird die Grundschule dann die Aufgabe haben, ein pädagogisches Konzept zu erstellen. Eine Kooperation und Ergänzung des Hortes zusammen mit der Kindertagesstätte und der Gemeindeverwaltung muss erarbeitetet und abgestimmt werden. Bevor jedoch eine Ganztagsschule eingeführt werden kann, muss bei der Landesschulbehörde bis zum 1. Dezember 2017 ein entsprechender Antrag gestellt werden.