Sturmsonate und Lieder ohne Worte

Der renommierte weißrussische Pianist Slawomir Saranok ist mit seinem Programm „Lieder ohne Worte und die Sturmsonate!" zu Gast im Isernhagenhof. (Foto: S. Saranok)

„Weltklassik am Klavier“ mit Pianist Slawomir Saranok

ISERNHAGEN (r/bs). Am Sonntag, 4. März, um 17.00 Uhr gastiert im Isernhagenhof, Hauptstraße 68 in Isernhagen F.B. der renommierte weißrussische Pianist Slawomir Saranok. Mit seinem Programm „Lieder ohne Worte und die Sturmsonate!" zeigt Saranok den kontrastreichen, klangvollen Facettenreichtum ausgewählter, wunderbarer Werke von Beethoven und Mendelssohn-Bartholdy auf.
Der Pianist Slawomir Saranok lässt sich nicht in eine musikalische Schublade einordnen: Er ist Solist, Kammermusiker und Komponist: »Dies sind die drei Säulen, auf denen mein musikalisches Leben basiert«, sagte er jüngst in einem Interview. Seine Musikkarriere begann in Weißrussland, wo er mit acht Jahren sein erstes öffentliches Konzert gab und Werke von Bach, Mozart und Kabalewsky vortrug.
Anschließend wurde er in die berühmte Zentralmusikschule für hochbegabte Kinder in Minsk aufgenommen. Seit seinen Wettbewerbserfolgen führten Tourneen und Konzertverpflichtungen Slawomir Saranok nach Deutschland, Österreich, Schweiz, Rumänien, Weißrussland, Russland, Ukraine sowie mehrmals nach China. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals, so u.a.: Minsk Musik Festival, Frühlings Festival Petersburg, Gulaniy Musik Festival in China.
Kann der tiefsinnige Beethoven eine elegante, virtuose Musik schreiben? - Ja! Und kann der Schöpfer von der italienischen Symphonie und dem Sommernachtstraum eine tiefsinnige Musik schreiben? Die Antwort ist wiederum - Ja! Das Programm des Pianisten Slawomir Saranok stellt das glänzend unter Beweis. Die leichten, brillanten Rondos op.51 von Beethoven scheinen gar nicht vom seriösen, kompromisslosen, gar grimmigen Komponisten zu stammen.
Desto größer ist der Kontrast zur "Sturm" Sonate. Hier geht es nicht nur um Klavier-Musik, nein, hier sind Philosophie und Dramatik des Lebens in Tönen eingefangen. In der zweiten Hälfte des Konzertes kann der Zuhörer eine wahre Wandlung im Schaffen Mendelssohns erleben: Erst von gesangvollen und auch ernsten Liedern, über das glanzvolle Rondo Capriccioso op.14, bis hin zur dramatischen Etüde op.104.