Startschuss für das Sanierungsgebiet „Zentrum Isernhagen“

Ulf-Bernhard Streit, Projektleiter der NLG für die Sanierung vom „Zentrum Isernhagen“ in Altwarmbüchen. (Foto: Renate Tiffe)

Niedersächsische Landgesellschaft nimmt ihre Arbeit auf

ALTWARMBÜCHEN (ti). Nach dem Beschluss der Satzung durch den Rat hat jetzt die amtliche Bekanntmachung im Amtsblatt der Region stattgefunden.
Damit ist sozusagen der Startschuss gefallen für das Sanierungsgebiet „Zentrum Isernhagen“ - das weitreichende Projekt, das die Gemeinde voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren beschäftigen wird. Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) Hannover, die als Sanierungsträger beauftragt wurde, kann ihre Arbeit aufnehmen. In einem Pressegespräch stellte sich Diplom-Ingenieur Ulf-Bernhard Streit als Projektleiter vor.
Nach jahrelangen Vorbereitungen, nach vielen Diskussionen im Rat und in der Öffentlichkeit sowie der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen und des Bundes ist ein Rahmenplan entstanden. Er gilt als Grundlage für die Sanierungsmaßnahmen. Mit seiner Umsetzung kann jetzt begonnen werden. Der Plan umfasst eine Fläche von 14,7 Hektar beiderseits der Bothfelder Straße.
Als Kostenrahmen sind 2,2 Millionen Euro vorgesehen. Die Förderung durch Land und Bund beträgt zwei Drittel. Wie die Leiterin des Bau- und Planungsamtes, Nicole Uphoff, mitteilte, stehen die bewilligten Gelder für fünf Jahre zur Verfügung. Jährlich muss ein neuer Antrag gestellt werden. Zur Zeit läuft das Verfahren gerade für 2017.
Die Aufwertung des Zentrums wird mit Sicherheit private Investitionen nach sich ziehen. Die Satzung enthält dafür genaue Vorgaben. Das dürfte u.a. ein weites Betätigungsfeld für Ulf-Bernhard Streit sein. Durch seine 18-jährige Tätigkeit als Projektleiter städtebaulicher Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen weist er sich als erfahren aus für komplexe städtebauliche Gesamtmaßnahmen. Bei Bedarf wird ihm ein Team qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NLG zur Seite stehen.
Die NLG ist ein gemeinnütziges Unternehmen des Landes Niedersachsen für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Derzeit sind 270 Mitarbeiter an zehn verschiedenen Standorten tätig.
Sein Ziel sei es – wie auch das der Gemeinde Isernhagen – möglichst schnell an die Konkretisierung des Sanierungsvorhabens im öffentlichen Raum zu gehen, sagt Streit. In den nächsten Umsetzungsschritten soll die städtebauliche Entwurfsplanung in Arbeit gehen, die dann als Grundlage für die ingenieurstechnische Planung der Einzelvorhaben für die Umgestaltung gelten kann. Voraussetzung ist eine intensive Zusammenarbeit mit der Verwaltung, besonders in der Anfangsphase.
Für Auskünfte zum Sanierungsverfahren oder Fragen zu privaten Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten steht die NLG ab sofort unter der Telefonnummer 0511 123208-204 oder Mobil unter 0175 1992391 zur Verfügung. Die E-Mail-Adresse ist ulf-bernhard.streit@nlg.de.
Die spannende Frage, wann konkret mit einem Beginn der Sanierungsmaßnahmen gerechnet werden kann, beantwortet Nicole Uphoff so: „Das ist von der Öffentlichkeit abhängig“. Zu denken sei an die kommende Kommunalwahl mit anderen Besetzungen in den Ausschüssen und den Ortsräten. Im Herbst 2017 müsste es aber losgehen, meint sie.