Spatenstisch für die Kita in der Alten Schule

Auch Kita-Kinder vom Martin-Luther-Weg halfen kräftig beim ersten Spatenstich. (Foto: Renate Tiffe)

Um- und Neubau für Isernhagens Ortsteile KB und FB

ISERNHAGEN KB (ti). Trotz Kälte und düster verhangenem Himmel war die Mehrzahl der Anwesenden positiv gestimmt. Ein langes und mühseliges Kapitel Planungsgeschichte war zu Ende. Jetzt ging es ging es an die Verwirklichung des
Um- und Neubaus der Alten Schule an der Kirche in KB in eine zeitgemäße Kindertagesstätte mit Krippe.
Die Kita-Kinder vom Martin-Luther-Weg waren dabei, als Bürgermeister Arpad Bogya zum Spaten griff. Assistiert wurde er von Superintendent Martin Bergau und Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens. Die Kirche als Träger der Kita hatte bei den Planungen ein gewichtiges Wort mit zu reden gehabt. Es gab keine Vorrede vom Bürgermeister. Dafür ließen es sich die Kinder, teilweise mit Plastikspaten bewehrt, nicht zweimal sagen, als er sie aufforderte, mitzumachen.
Zügig war es vorangegangen als die Entscheidung für den Um- und Neubau an der Alten Schule im Mai gefallen war. Im Juli waren die Entwürfe dem Ortsrat in KB vorgestellt worden, die Baugenehmigung von der Region wurde am 26. Oktober erteilt. Zügig soll es nun auch weitergehen. Noch im November wird die Bodenplatte für den Neubau gelegt. Natürlich kommt es auch auf das Wetter im Winter an. Ab Januar soll mit dem Innenausbau des alten Gebäudes begonnen werden. Zugesagt ist die Inbetriebnahme mit dem neuen Kindergartenjahr im Sommer nächsten Jahres, zum Mindesten für den Teil, der in der früheren Schule unterkommen soll.
Etwa 1,5 Millionen Euro investiert die Gemeinde in den Ausbau, der notwendig geworden ist, weil die Verhältnisse in der Kita der Kirchengemeinde St. Marien untragbar geworden sind und weitere Krippenplätze geschaffen werden mussten. Bis zu 90 Kindern sollen in der neuen Tagesstätte betreut werden, darunter maximal 15 Krippenkinder unter drei Jahren. 460 Quadratmeter groß wird der Anbau sein, in dem u.a. die Krippe untergebracht sein wird. 760 Quadratmeter werden insgesamt für die neue Kita zur Verfügung stehen, für die auch das Dachgeschoss genutzt wird.
Mehr als zwei Jahre mit einigen Turbulenzen hat es gedauert, bis der Beschluss für den Standort Alte Schule feststand. Alle Verantwortlichen wollten an diesem Tag nur noch nach vorne blicken. Erwähnt wurde aber, dass es neben dem alten Schulgebäude auch um die örtliche Feuerwehr und die Zuwegungen gegangen sei und noch weiter gehen wird. Letzten Endes sei es ein glücklicher Zufall gewesen, der alle Beteiligten schließlich zu der künftigen Lösung habe kommen lassen, sagte Bogya. Behrens, noch relativ neu im Amt des Ortsbürgermeisters, war froh „über die positive Entwicklung“.
Bergau betonte, dass der Standort kirchennah sei und bezeugte Respekt für die Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde. Die hob auch Christiane Höppner-Groth hervor, im Kirchenkreis zuständig für die pädagogische und betriebswirtschaftliche Leitung der evangelischen Kitas. Sie stehe in ständigem Austausch mit der Gemeinde als Bauherrn und mit der Leiterin der Kita, Yvonne Dorsch. Auf sie kommt eine große, und - wie sie sagt - schöne Aufgabe zu. Sie hofft, dass die neuen Kinder im nächsten Jahr gleich in die neue Tagesstätte kommen. Auf die Arbeit in der Krippe sei man fachlich gut vorbereitet. Zwei Mitarbeiterinnen haben bereits eine Zusatzqualifikation abgeschlossen.