Songs von Johnny Cash erwärmen das Publikum

Als Johnny Cash und June Carter im Duett können Tyson und Kunath überzeugen. (Foto: B. Steinecke)

The Cashbags liefern im Isernhagenhof Country vom Feinsten

ISERNHAGEN (ste). Was macht man an einem kalten, verregneten Freitagabend? Am Besten man erwärmt sich an der Musik der Country-Ikone Johnny Cash.
Das dachten sich auch gut 300 Zuhörer im gut gefüllten Isernhagenhof und waren der Einladung des Kulturvereins zum Start des diesjährigen Programms gefolgt.
Sie alle wollten noch einmal eintauchen in die Songs der amerikanischen Musiklegende, die am 26. Februar 2016 84 Jahre alt geworden wäre.
Johnny Cashs Songs leben noch heute. Und wie – The Cashbags, eine Dresdener Revivalband um den Sänger Robert Tyson, zünden an diesem Abend mit „A Tribute to Johnny Cash“ ein eindrucksvolles Geburtstagsfeuerwerk. Das Quartett gleicht in Klang und Erscheinungsbild 1:1 seinem berühmten Vorbild in den späten 60ern und liefert mit authentischer Stimme, Westerngitarre, Telekaster, Kontrabass und Schlagzeug detailgenau alle Klassiker im Rahmen einer mitreißenden Show.
Schon nach wenigen Takten springt der Funke ins Publikum über und so wird bei „Ring of Fire“ oder „Sunday Morning coming down“ genüsslich in Erinnerungen geschwelgt. Die Show ist gespickt mit viel beklatschten Gastauftritten von „June Carter“ und „Carl Perkins“, die sich nahtlos in die spürbare Harmonie der Band einfügen.
Große Begeisterung beim Duett Tysons mit Valeska Kunath, die wie einst June Carter im stilvollen Outfit der 60er bei „Jackson“ das Publikum zu Beifallsstürmen hinreißt. Immer wieder schmückt Tyson zwischen den Songs die faszinierende Geschichte des Lebens und Wirkens eines musikalischen Wanderers und seiner Zeit aus. Hier geht es um Geschichten seiner wilden Jahre, der legendären Gefängniskonzerte bis hin zum Country King. Eine Achterbahnfahrt umspannt Cashs Weg auf seinen Kampf mit Krankheiten und Drogen aber auch seine erstaunliche Rückkehr zur alten Bestform in den letzten Jahren seines Lebens. In einem speziellen Akustikteil nach der Pause, nur begleitet von Gitarre und Piano, glänzt Tyson mit Songs aus Cashs „American Recordings“ wie „If you could read my mind“ und kommt dabei dem Original ganz nah.
Danach gibt die Band wieder Gas und geht mit „I walk the Line“ und dem umjubelten „Orange Blossom Spezial“ Richtung Finale. Nach fast drei Stunden und den gefeierten Zugaben entlässt der „Man in Black“ sein Publikum aus einer perfekten Zeitreise. Mit vielen Ohrwürmern geht es nach Hause und – als würde es zum besonderen Abend passen - aufgehört zu regnen hat es auch.