Scheune und Strohballen wurden in Isernhagen NB ein Raub der Flammen

Die Heuballen brennen lichterloh. (Foto: Thomas Extra)

Große Probleme bei der Herstellung der Wasserversorgung / Brandstiftung nicht ausgeschlossen

ISERNHAGEN NB (r/jk). Auf einem Zuchtbetrieb in Isernhagen NB am Ortfelde brannte am vergangenen Sonnabend-Nacht (ab 0.26 Uhr) eine Scheune mit rund 300 Strohballen in voller Ausdehnung. Ein in der Scheune befindlicher Heuwagen mit weiteren 150 Ballen hatte bereits Feuer gefangen.
Die rund 100 Einsatzkräfte bauten, nachdem die Tanklöschfahrzeuge bereits mit Löscharbeiten und weiteren Schutzmaßnahmen begonnen hatten, sofort eine notwendige Wasserversorgung zu den eingesetzten Tanklöschfahrzeugen auf, um ein Übergreifen der Flammen auf Nebengebäude und Fahrzeuge zu verhindern. Allerdings musste dafür die Straße am Ortfelde über Stunden gesperrt werden, denn im Einsatzgebiet war so gut wie keine ausreichende Wasserentnahmestelle vorhanden. Alle Unterflurhydranten liegen auf der gegenüberliegenden Straßenseite und geben nicht genug Wasser.
Schlauchüberführungen und Schlauchbrücken mussten aufgebaut, vereiste Zuwege mit Salz abgestreut und lange Wege für die Wasserversorgung zurückgelegt werden. Ein direkter Löschangriff in die Halle konnte aus Sicherheitsgründen erst einmal nicht erfolgen. Mit Treckern und eigens umgebauten 6 Meter langen Einreißhaken konnten die Einsatzkräfte mit dem Entfernen der Stahlplatten des Scheunendaches beginnen, um an die Strohballen zu gelangen - ohne die Freiwilligen zu gefährden.
Bereits während der Löscharbeiten begann die Polizei mit ihren Ermittlungen, da Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann .
Ab 3.00 Uhr in der Frühe konnten vom Einsatzleiter Tankmar Eisfeld, Ortsbrandmeister Isernhagen NB, die ersten Kräfte entlassen werden. Bei minus zwei Grad und immer wieder leichtem Schneefall galt es vorzusorgen, Einsatzkräfte zu schonen und gegen 9.00 Uhr die Freiwilligen an der Einsatzstelle auswechseln. Was sich als richtige Entscheidung heraus stellte, da erst gegen Mittag das gröbste
vorbei war. Selbst am Sonntag waren die Arbeiten noch nicht beendet, auch wenn es nur noch um Rauchentwicklung und Aufräumarbeiten ging.
„Die Wasserentnahmestellen dieses Gebietes sollte dringend mal überprüft werden“, zog Feuerwehrpressesprecher Thomas Extra dann trotz des alles in allem noch sehr positiv verlaufenen Einsatzes auch ein nachdenkliches Fazit. „Die Wasserentnahmemöglichkeiten, so sind sich alle einig, sind einfach nicht mehr ausreichend, um solche Einsätze fahren zu können.“ Die Einreißhaken, die von einigen Landwirten und Feuerwehrkameraden in Eigenregie gebaut wurde, haben dagegen hervorragende Arbeit geleistet, dadurch auch weniger Feuerwehrkameraden in Gefahr gebracht und zu einem schnelleren Ergebnis geführt. „Man sieht, es muss nicht immer hochwertige Technik sein“, so Thomas Extra.
Nach ersten polizeilichen Schätzungen beläuft sich der Schaden auf etwa 50000 Euro. Verletzte hat es nicht gegeben. Ermittler der Kriminalpolizei werden den Brandort weiter untersuchen.