Richtkranz über dem Familienzentrum an der Wietzeaue

Soviel Zeit muss sein. Für den Richtspruch hatten sich Vertretungen aus Rat und Verwaltung vor dem Rohbau des Familienzentrums versammelt. (Foto: Renate Tiffe)

Kindergarten- und Krippengebäude sind für jeweils drei Gruppen vorgesehen

ALTWARMBÜCHEN (ti). Es geht zügig voran an der Wietzeaue mit dem Gebäudekomplex, der einen Kindergarten und eine Kinderkrippe sowie ein Familienzentrum beherbergen soll.
Baubeginn war am 24. März, am 22. April wurde die Grundsteinlegung vollzogen. Die Baumaßnahmen sind jetzt schon soweit fortgeschritten, dass das Richtfest begangen werden konnte. In Betrieb genommen werden soll das Gebäude, das am nordöstlichen Rand des Baugebietes liegt, gegen Ende dieses Jahres.
Für ein kurzes Innehalten, bei dem die Zimmerleute ihren Richtspruch ausbringen konnten, hatten sich die Vertretungen aus Verwaltung und Rat vor dem Gebäude versammelt, das in seiner Größe und Konzeption wohl seinesgleichen sucht.
Von dem Krippengebäude, das sozusagen als Vorbau in Holz-/Rahmenbauweise erstellt werden soll, ist zwar erst die Bodenplatte vorhanden.
Die Vorbereitungen sind aber soweit getroffen, dass in den nächsten Tagen mit dem Aufbau begonnen werden kann, wie der Archtitekt Rainer Rudolf mitteilte. Weit fortgeschritten sind dagegen die Arbeiten am zweigeschossigen Kindergartenbau, der in Massivbauweise errichtet wurde. In dessen Erdgeschoss ist das Familienzentrum vorgesehen mit einem Saal und Nebenräumen für Büro und Besprechungen.
Rechts vom Eingang befindet sich ein 70 qm großer Mehrzweckraum mit einer Fensterwand nach Norden. Zwischen beiden Bereichen wird es eine Vergabeküche mit einer Fläche von 40 qm geben.
Das gesamte Obergeschoss ist dem Kindergartenbereich vorbehalten, der auch über einen Aufzug zu erreichen ist. Drei Gruppenräume für je 25 Kinder liegen an der Ostseite. Die zur Zeit noch langgestreckte Fläche daneben wird in einen Schlafraum und die Sanitärräume unterteilt. Über eine Treppe gelangen die Kinder in den Außenspielbereich vor dem Krippengebäude.
Auf einer Grundfläche von 354 qm sollen dort drei Krippengruppen mit jeweils 15 Kindern betreut werden.
Die Arbeiten seien gut im Zeitplan stellte Bürgermeister Arpad Bogya fest. Wenn ab 1. Januar 2015 drei Krippengruppen hier dazukommen, liege der Versorgungsgrad in Isernhagen bei 59 Prozent, bezogen auf die Ein- und Zweijährigen sogar bei 70 Prozent. Kinder, die jetzt noch auf der Warteliste stehen, seien erst ab Oktober anspruchsberechtigt. Insofern könne man der Versorgung mit Krippenplätzen relativ stressfrei entgegensehen. In Isernhagen werden durch den Zuzug junger Familien noch viele Kinder geboren, so dass sich der demographische Wandel nicht vor 2020 bemerkbar machen werde.
Die veranschlagten Baukosten für den gesamten Gebäudekomplex liegen bei knapp 2, 5 Millionen Euro. Mit dazu gehört auf dem Gelände ein kleines Versorgungsgebäude und ein Blockheizkraftwerk, betrieben von den Gemeindewerken Isernhagen, welches das Familienzentrum und weitere benachbarte Gebäude mit Fernwärme versorgen wird. Insgesamt gibt es damit drei Blockheizkraftwerke im Baugebiet Wietzeaue.