Realschule Isernhagen ist eine „Schule mit Courage“

Die Realschule Isernhagen ist stolz auf die Auszeichnung: v.l. Schulleiter Jens Könecke, Rapper Spax, Verein Politik zum Anfassen, Dr. Peter Kaufmann vom Niedersächsischen Kultusministerium (rechts) sowie die Schüler Amanda Vorfaj und Felix Lüneburg. (Foto: Dana Noll)

Verleihung der Auszeichnung zur „Schule ohne Rassismus“

ISERNHAGEN (dno). Bei einem Festakt in der Agora im Helleweg in Altwarmbüchen wurde an die Realschule Isernhagen durch das Niedersächsische Kultusministerium die Auszeichnung zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen.
Zahlreiche Gäste, darunter auch der deutsche Rapper Spax, kamen, um den Schülern zu gratulieren, aber auch Solidarität zu zeigen, bei der Umsetzung dieses Projektes. „Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen Mut und Toleranz und empfangen Fremde offen und mit Neugier“, so Schulleiter Jens Könecke.
Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde bereits vor 20 Jahren ins Leben gerufen und ist heute aktueller denn je. Bereits 2.000 Schulen bundesweit tragen diesen Titel – das sind über 1 Million Schüler. Damit ist es das größte Schulnetzwerk Deutschlands. Die Realschule Isernhagen ist die 226. Schule in Niedersachsen die nun ausgezeichnet wurde, die Zweite in der Gemeinde Isernhagen.
Hierbei bekommen die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sich mindestens 70 Prozent aller Personen, die in einer Schule lernen und arbeiten (Schüler, Lehrkräfte und technisches Personal) mit ihrer Unterschrift verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.
„Doch der Titel ist kein Preis oder Pokal, vielmehr eine Verpflichtung“, so die Stellvertretende Bürgermeistern Isernhagen Dr. Renate Vogelgesang. „Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule und unser Umfeld“, so Dr. Peter Kaufmann vom Niedersächsischen Kultusministerium ergänzend.
Als „Paten“ standen den Schülern der Verein „Politik zum Anfassen“ sowie der deutsche Rapper Spax zur Seite. „Wir machen jungen Leuten Lust auf Demokratie und unterstützen dieses Projekt gerne“, so Gregor Demel von Politik zum Anfassen.
Spax war mit den Kindern für drei Tage im Studio und drehte ein Rap-Video, dass auf der Veranstaltung gezeigt wurde und viel Beifall erntete. „Im Hip Hop hat Rassismus keinen Platz, wir empfinden alles als eine Bereicherung. Wir sind alle Kinder der gleichen Evolution“, so Spax.