"RadHus" des Helfernetzwerkes Isernhagen sucht weitere „Fahrradschrauber“

Glänzende Kinderaugen bei der Übergabe eines Fahrrades: Estervan (7) freut sich riesig über ihr neues Gefährt, das sie beim RadHus bekommen hat. Dr. Ernst Körner (Mitte) und sein Team möchten noch mehr Menschen mit einem Rad glücklich machen und benötigen dazu dringend Verstärkung in der Werkstatt. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Vergabe von mdehr als 200 Fahrrädern in nur acht Monaten

ISERNHAGEN (bgp). Die Ehrenamtlichen der Fahrradwerkstatt des Helfernetzwerkes Isernhagen haben alle Hände voll zu tun. Der Bedarf an Fahrrädern für Flüchtlinge ist hoch, die Instandsetzung der Gefährte erfordert sehr viel Zeit. Das Team vom „RadHus“ würde sich über Verstärkung sehr freuen.
Seit Eröffnung der Fahrradwerkstatt im Oktober des Vorjahres wurden weit über zweihundert gespendete Fahrräder instandgesetzt und an Flüchtlinge weitergegeben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe sich mittlerweile ein Reservierungssystem bewährt, bei dem sich die Flüchtlinge ein Rad aussuchen und es dann repariert nach einer durchschnittlichen Wartezeit von etwa drei Wochen abholen könnten, erläuterte der leidenschaftliche „Fahrradschrauber“ Dr. Ernst Körner vom "RadHus".
Er kümmert sich gemeinsam mit Eberhard Kuhn, Dr. Ulf Preuschoff und Bert Schröter um die Fahrräder. Fester Bestandteil des Teams ist außerdem Kahlid Alree, der bereits Erfahrungen in der Fahrradmontage aus Syrien mitbringt und das RadHus mit seiner sorgfältigen Arbeit tatkräftig unterstützt.
Während der Öffnungszeiten wimmelt es um das "RadHus" von Interessenten und spontan bereitwilligen Helfern, doch Ernst Körner und das Team wünschen sich weitere Verstärkung, die auch in der Woche, wenn die Werkstatt für die Öffentlichkeit geschlossen ist, Reparaturen vornehmen.
Manchmal seien die Räder stark beschädigt, man könne jedoch nur bis zu drei Stunden in die Reparatur eines Rades stecken, führte Körner aus. Das "RadHus"-Team freut sich daher über weitere „Schrauber“, die regelmäßig dabei sind: „Wer Lust hat, mit uns zu arbeiten, möge sich gern an die Adresse radhus-ishg@t-online.de wenden. Der zeitliche Aufwand wird individuell gestaltet.
Fertigkeiten bei der Instandsetzung von Fahrrädern sollten vorhanden sein. Der Umgang mit Flüchtlingen im Umfeld des 'RadHus' bringt Spaß und Befriedigung und entschädigt für die aufgewendete Zeit”.
Neben Fahrrädern sind auch Spenden für Ersatzteile willkommen. Notwendige Teile für Beleuchtung oder Bremsen und Schaltung sind häufig nicht gebraucht am Lager und müssen im Handel neu gekauft werden (Spendenkonto des Helfernetzwerkes Isernhagen e.V.: IBAN: DE94 2505 0180 0910 3177 04/BIC: SPKHDE2HXX.