Präventionsrat Isernhagen feierte 10-jähriges Bestehen

Die engagierte Lenkungsgruppe des Präventionsrates Isernhagen. (Foto: Renate Tiffe)
 
Jugendpfleger Thomas Jüngst (links) übergab den Preis für die Kinder-und Jugendarbeit an Sinan. (Foto: Renate Tiffe)

Auszeichnungen für besonders engagierte Bürger

ALTWARMBÜCHEN (ti). Die Gemeinde Isernhagen kann sich glücklich schätzen, verfügt sie doch über einen aktiven Präventionsrat (PRI), der im Laufe von zehn Jahren viele nachhaltige Projekte und Programme initiiert hat.
Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens hat das Gremium zu einer Feier mit geladenen Gästen in das Familienzentrum an der Wietzeaue in Altwarmbüchen eingeladen. Besonders engagierte Bürger wurden mit Preisen ausgezeichnet.
Das Wort Prävention stammt aus dem Lateinischen und bedeutet vorbeugen. In der Gesellschaft heute gibt es viele Sachverhalte zum Vorbeugen, gegen die Gewaltbereitschaft, bei der inneren Sicherheit, beim toleranten Umgang mit Zugezogenen aus fremden Ländern und Kulturen.
In den Präventionsräten der Kommunen, die vor mehr als zehn Jahren auf Landesebene angeregt wurden, kommen auf ehrenamtlicher Basis motivierte Personen zusammen, die in Vereinen und Institutionen Verantwortung tragen: bei der Polizei und in der Bürgerstiftung, beim DRK und der Feuerwehr, in Schulen und Kindertagesstätten und auch in den Gemeindeämtern. Ihr großes Plus ist die Vernetzung untereinander.
Der weitgespannte Bogen von Projekten und Aktivitäten reicht in Isernhagen von der Astrid-Lindgren-Ausstellung im Rathaus über die Gewaltpräventionsprogramme in Kitas und Grundschulen über Zivilcourage-Seminare bis hin zu Sicherheitsthemen für Senioren. Nicht immer wird dabei das Wirken des Präventionsrates in der Öffentlichkeit bekannt. Von Anfang an wird er geführt von Oliver Mengershausen, langjähriges CDU-Mitglied im Isernhagener Rat. Die Existenz des PRI sei nicht selbstverständlich, sagte er. Präventionsräte in den Gemeinden werden überall anders organisiert.
Die Feier gab Gelegenheit, auch einmal die Tätigkeit des PRI zu würdigen. Bürgermeister Arpad Bogya stellte einige der Projekte heraus und lobte das flächendeckende Netzwerk der Ehrenamtlichen, die Hilfestellung, die sie zur Zeit auch beim Thema Flüchtlinge leisten. Der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Joachim Wegener, hob die Arbeit des PRI hervor, die wichtig sei und überreichte einen Scheck über 250 Euro. Günter Heller, Leister des Polizeikommissariats Burgwedel, fasste die PRI-Arbeit mit den Worten „aktiv und effektiv“ zusammen.
Um das Besondere des Tages zu betonen, hatte sich der PRI entschlossen, seinerseits Preise an engagierte Bürgerinnen und Bürger in vier Kategorien zu verleihen. Eine eigens eingesetzte Lenkungsgruppe entschied über die Personen, die Ehrungen nahmen jeweils die zuständigen Vertretungen aus der Gemeindeverwaltung sowie Günter Heller wahr. Die Preise waren mit 100 Euro dotiert, bzw mit 120 Euro für die Schülergruppe.
In der Kategorie Seniorenarbeit zeichnete Ralf Henneberg die langjährige Vorsitzende des DRK, Ortrud Schneider, aus. Sie habe viele Projekte mit entwickelt. Die Geehrte, die soeben ihr Amt aufgegeben hatte, versprach, „etwas weiter im Hintergrund mitzumachen, nur nicht mehr im Vordergrund“. Jugendpfleger Thomas Jüngst übergab den Preis für die Kinder-und Jugendarbeit an Sinan, der die Jugendarbeit sehr unterstütze und auch Mitglied der Jugendfeuerwehr und der Segelschule sei.
Die Gleichstellungsbeauftragte Azadeh Weinrich-Kroll hatte gleich drei Preisträger zu ehren: Sarah, die Realschülerin, die sich außerordentlich für die Vermittlung der deutschen Sprache eingesetzt hat, sowie Ailan und Mohamad, die Gymnasiasten, die innerhalb eines Jahres das Deutsch-Diplom erlangt und von der Kultusministerin besonders ausgezeichnet worden waren.
Für die Kategorie Zivilcourage schilderte Heller die Parkplatzsituation mit einem beschädigten PKW, in die Andrea Gottwald beherzt eingegriffen hatte. So konnte der Verursacher, der davon fahren wollte, bestraft und der Fahrzeughalter entschädigt werden. Ihr Eingreifen sei für sie „ganz normal“ gewesen, man müsse „sich doch einmischen“, erwiderte die Isernhagenerin auf die ausführliche Laudatio.