Prächtige Hühner werben für sich

Aline Veauthier, Geschäftsführerin im Zentrum Nachhaltige Geflügelwirtschaft (WING), und Landwirt Gorden Gosch bereiten gemeinsam den Besuchertag vor. (Foto: G. Gosewisch)

„Tag des offenen Stalls“ am Sonntag, 6. Mai

KIRCHHORST (gg). Mit Erfolg betreibt Gorden Gosch Landwirtschaft. Seinen Geflügelstall an der Großhorst hat er ganz neu gebaut, seit drei Jahren läuft die Produktion. 6.000 Legehennen leben dort, aufgeteilt in zwei Hallen, wenn sie nicht gerade im Freiland herumlaufen. Die Entscheidung raus zu gehen oder drinnen zu bleiben treffen sie selbst. Ebenso entscheiden sie selbst, ob sie in Hühnerart, Schulter an Schulter, auf dem Ruheplatz sitzen wollen, einen Spaziergang machen, fressen oder ein Ei legen. „Nur wenn es ihnen gut geht, haben wir eine wirtschaftliche Basis“, sagt Gorden Gosch mit ruhiger Freundlichkeit und zeigt auf die prächtigen Hühner. Ihr Federkleid ist voll und glänzt erstaunlich, ihr Kamm hat ein gutes Rot, sie sind neugierig, strahlen aber auch Zufriedenheit aus. Ärgern kann sich Gorden Gosch aber auch. Aus seiner Sicht wird mit Marketing-Begriffen wie Bio oder Regional vorsätzlich Verwirrung gestiftet. „Wir können hier zeigen, wie es richtig geht“, sagt er und lädt zum „Tag des offenen Geflügelstalls“ am Sonntag, 6. Mai, von 11 bis 16 Uhr auf dem Eierhof Isernhagen, Großhorst 22 ein. Neben Führungen durch Stall und Freilandhaltung gibt es Unterhaltungsprogramm mit einer Hof-Rallye und Stall-Diplom für Kinder. Für diese Veranstaltung hat Gorden Gosch Unterstützung vom Geflügelwirtschaftsverband, aber viel hat er schon selbst für die Akzeptanz der landwirtschaftlichen Produktion in der Nachbarschaft getan. Gerne hat er schon den Wunsch von Kita-Leiterinnen aus der Umgebung erfüllt und viele Stallführungen für die Kinder möglich gemacht. „Wirklich gute Gespräche gibt es über facebook, da war ich überrascht. Aber es tut gut zu wissen, dass sich die Vorurteile nicht halten“, sagt er. Und, gut tue auch, dass sein Konzept der Direktvermarktung funktioniere, der Großhandel bekomme die Eier aus der Gosch-Produktion nicht.