Phil Köllmann geht als Junior-Botschafter in die USA

Phil Köllmann aus Kirchhorst geht mit dem PPP für ein knappes Jahr in die USA und wird von Patin Caren Marks unterstützt. (Foto: Dana Noll)

Ein Beitrag von Dana Noll - Kirchhorster erhält ein Voll-Stipendium im Rahmen des PPP

KIRCHHORST (dno). „Offen, engagiert, interessiert“, so beschreibt die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks ihren neuen Schützling Phil Köllmann, der in Kürze mit dem PPP (Parlamentarisches Partnerschafts-Programm) für zehn Monate in die Vereinigten Staaten von Amerika startet.
Bereits zum 13. Mal unterstützt und begleitet die SPD-Bundestagsabgeordnete als Patin dieses Projekt, dass seit 1983 besteht. Mit dem Stipendienprogramm des Deutschen Bundestages und des US-Congress gehen jährlich 360 deutsche und 350 amerikanische Schüler als Stipendiaten in den Austausch. Als Junior-Botschafter fördern sie den kulturellen Austausch zwischen den Ländern. Sie besuchen dort eine öffentliche High School und leben in Gastfamilien.
In diesem Jahr hat der Kirchhorster Gymnasiast Phil Köllmann das Rennen um das beliebte Voll-Stipendium gemacht. „Ich habe mich schon immer für die USA interessiert. Im letzten Sommer war ich in Florida zu einer Sprachreise, das hat mich noch einmal überzeugt“, so Köllmann.
Seine große Schwester Silvie hatte sich ebenfalls für das Programm vor etwa vier Jahren beworben. Den Sprung über den großen Teich schaffte sie nicht, kam aber in die engere Auswahl. Für ihren „kleinen Bruder“ ist die Freude aber dennoch groß, berichtet Phil Köllmann. Noch im August soll es losgehen.
Sowohl der Aufenthaltsort als auch die Gastfamilie stehen noch nicht fest. „Eigentlich gibt es überall viel zu entdecken, der Ort ist nicht so wichtig“, so Phil Köllmann. Am meisten freut er sich auf die High School und darauf, „sich zu engagieren, vielleicht auch in einem Projekt mit Hip Hop.“
„Genau dieses Engagement hat uns neben seinen kommunikativen als auch sozialen Verhalten überzeugt“, schwärmt Caren Marks.
Auf dem Weg zum Ticket musste so manche Hürde genommen werden. So stand am Anfang eine klassische Bewerbung, danach folgte ein Auswahlverfahren mit einigen Gesprächs- und Fremdsprachentests und dann ging es ins persönliche Gespräch mit der Politikerin.
Für das kommende Schuljahr 2018/2019 kann sich noch bis zum 15. September 2017 beworben werden. Die Chancen stehen gut, denn bei den eingehenden Bewerbungen „gibt es noch Luft nach oben“. Bewerben können sich bundesweit Schüler/innen, die zum Zeitpunkt der Ausreise am 31. Juli 2018 mindestens 15 und höchstens 17 Jahre alt sind.
„Wichtig ist, offen zu sein, sich auf neue Situationen einlassen zu können, Herausforderungen anzunehmen und sich engagieren zu wollen. Als Junior-Botschafter hilft man dabei, dass zwischen Nationen und Menschen verschiedener Länder, Schranken fallen“, wirbt Caren Marks.