Opulenter Gesang zum Advent

Hänsel (l. Mareike Morr) und Gretel (r. Ina Yoshikawa) wurden von der bösen Hexe überrascht (John Pickering). Die Maske hatte dafür beeindruckende Arbeit geleistet. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

„Oper goes Christmas“ verzauberte das Publikum im Isernhagenhof

ISERNHAGEN FB (bgp). Der Isernhagenhof Kulturverein überraschte seine Besucher am zweiten Adventswochenende mit einem besonderen Konzert. Eine Mischung aus Opernmelodien und Weihnachtsliedern in „Oper goes Christmas“ bescherte festliche Stimmung. Die Künstler ließen mit Gesang und ausdrucksstarker Klavierbegleitung keine Wünsche offen.
Der niederländische Tenor Harrie van der Plas stimmte das Publikum mit „Questa o quella“ aus Giuseppe Verdis „Rigoletto“ und „Nessun Dorma“ von Giacomo Puccini auf das Operngenre ein. Mezzosopranistin Mareike Morr und Sopranistin Ina Yoshikawa boten einen Melodien-Querschnitt als „Hänsel und Gretel“ aus der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperndick.
John Pickering überraschte in seiner Paraderolle als Hexe, welche diesen arg zusetzte. Die Maske hatte beeindruckende Arbeit geleistet, um aus dem Tenor ein Weib mit Hakennase und dicker Warze zu zaubern. „Juchei! Nun ist die Hexe tot“ zeugte sogleich vom Sieg der beiden Kinder über das Böse. Frieden fanden sie danach im berührenden Duett „Abendsegen“, mit dem Yoshikawa und Morr das Publikum vor dem reich geschmückten Weihnachtsbaum verzückten. Pianistin Tatiana Bergh begleitete den Abend am Klavier und verstand es, Künstler und Gäste gleichermaßen durch ihr wirkungsvolles Spiel mental mitzunehmen.
Im zweiten Teil des Konzertes wurde das Publikum vollends auf die Adventszeit eingestimmt. Interpretationen bekannter Lieder durch John Pickering mit „Mary´s Boychild“ oder „Hallelujah“ (Leonard Cohen), von allen Künstlern gemeinsam vorgetragen, gingen zu Herzen. Fröhlichkeit verbreitete das Ensemble, indem alle Gäste ausdrücklich zum Mitsingen der Weihnachtslieder „Süßer die Glocken nie klingen“ oder „Hark the Herald Angels sing“ aufgefordert wurden.
Die Texte gab es via Leinwand gut lesbar dazu, sie verstärkten den allgemeinen Willen zum Singen. Zum Abschluss ging ein raumfüllendes „Tutti“ des Publikums durch die Scheune des Isernhagenhofes. Der Schwung durch den Gesang wurde von den Gästen in Bewegung umgesetzt und bescherte den Künstlern begeisterten Applaus.