Offene Tür der Realschule stieß auf große Resonanz

Hannah Gelhausen (l.) und Torben Bohnet sind ausgebildete Konfliktschlichter und stehen mit ihrem Team abwechselnd in den großen Pausen zu Verfügung. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Entspannung vom Schulalltag gibt es in der Schach AG. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Vielfältige Informationen über Arbeit und Freizeit in der Schule

ALTWARMBÜCHEN (bgp). Über viele Besucher konnte sich Lehrer- und Schülerschaft der Realschule Isernhagen freuen. Die Organisatoren warteten am "Tag der offenen Tür" mit einem großen Angebot auf, sodass die Gäste in entspannter Atmosphäre einen Einblick in den Alltag der Realschule und die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften bekamen.
Gleich am Eingang vor dem Getränkestand zeigte der Schulsanitätsdienst sein Können und kümmerte sich um eine Schülerin unter Anleitung eines Mitarbeiters des DRK. Gesellschaftspolitisch ging es bei der Projektgruppe "Kommunalpolitische Tage" zu. Die Teilnehmenden aus dem 8. Jahrgang konnten dabei einen Überblick zur Verwaltungsarbeit in der Gemeinde Isernhagen bekommen. Sie hatten eine Woche lang in verschiedenen Abteilungen der Gemeindeverwaltung bei der Arbeit "über die Schulter" schauen können und dort schon einige Kenntnisse mitgenommen. Die Ergebnisse der Projektwoche wurden in Postern verarbeitet, die am "Tag der offenen Tür" vorgestellt wurden. Neben Angaben zu verschiedenen Fachbereichen enthielt die Präsentation auch Möglichkeiten der Ausbildung in der Verwaltung. "Wir sind froh, dass die Mitarbeiter der Gemeinde bereit sind, den Teilnehmern aus ihrem Sachgebiet etwas zu erklären", zeigte sich Marianne Kunze, Leiterin des Fachbereichs Gesellschaftskunde, erfreut über die gute Resonanz aus der Verwaltung.
Im Raum des Wahlpflichtkurses Hauswirtschaft hatten Besucher die Möglichkeit, den einen oder anderen Leckerbissen zu probieren und sich von der Fachkompetenz der Schüler überzeugen zu lassen.
Passend dazu präsentierte sich der Französisch-Kurs mit Dialogen zum Thema "Qu´est-ce qu´on mange ce soir?". Die Dokumentationen der Projektgruppen "Flucht" und "UNICEF" präsentierten anschaulich, dass es nicht allen gut geht, ausreichende Ernährung und Frieden in der Welt keine Selbstverständlichkeit sind, es aber auch Wege zur Verbesserung der Misere gibt.
Die körperliche Ertüchtigung kam beim Schautag auch nicht zu kurz. Unter dem Motto "96 macht Schule" hatten die Organisatoren eine Torwand aufgestellt, bei der man sein fußballerisches Können unter Beweis stellen und einmal mehr seine Verbundenheit als Partnerschule des Hannoverschen Vereins demonstrieren konnte.
Im Hinblick auf den Fortbestand der Realschule angesichts der offenen zukünftigen Gestaltung der Schullandschaft in Isernhagen äußerte sich Schulleiter Jens Könecke in seiner Präsentation ganz pragmatisch: "Die Frage, wie es weiter geht, stellen wir hier nicht. Die Realschule ist nun mal da".
Er zeigte die vielfältigen Möglichkeiten auf, die den Schülern nach dem Schulabschluss offen stehen, und betonte, dass er damit den Eltern auch das Gefühl nehmen möchte, in Isernhagen sei "menschliches Dasein ohne Abitur gar nicht möglich".
Besonders wichtig seien neben der fachlichen Ausbildung auch Sozialkompetenz sowie die Fähigkeit, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder müssten lernen, mit zunehmender Klassenstufe ihre schulischen Angelegenheiten selbst zu regeln.
Sollte der Schulalltag einmal nicht optimal laufen, sei der erste Weg immer das Gespräch mit den Beteiligten. Dazu gibt es an der Realschule Lehrkräfte, die als Mediatoren ausgebildet sind, und Schüler, die die als Konfliktschlichter in kleineren Streitfällen eingreifen, um gemeinsam nach Lösungen suchen.
Besondere Unterstützung gibt es durch den Schulsozialarbeiter Jörg Lohmann, der mit einem besonders ausgebildeten Hund ständig vor Ort ist und sich der Probleme mit großem Engagement annimmt. Der "Tag der offenen Tür" machte die zentrale Aufgabe der lebensnahen Realschule deutlich: „Schüler sollen darin angeleitet werden, ihre Fähigkeiten zu erkennen, um im Leben gut zurechtzukommen und in puncto Beruf die richtige Wahl treffen zu können bzw. sich bewusst für den weiteren Schulbesuch zu entscheiden."