"NEIN zu Gewalt an Frauen!"

Die Gleichstellungsbeauftragte Azadeh Weinrich-Kroll zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen. Anlässlich des Gedenktages am 25. November 2016 wird die Fahne am Rathaus gehisst werden. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Eine Fahne von TERRE DES FEMMES wird zum Gedenktag am Rathaus gehisst

ALTWARMBÜCHEN/ISERNHAGEN (bgp). Im Rahmen des internationalen Gedenktages "NEIN zu Gewalt an Frauen!" wird am 25. November 2016 eine bunte Fahne am Rathaus gehisst, die als Symbol für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit steht.
Azadeh Weinrich-Kroll, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Isernhagen, möchte mit der Fahnen-Aktion von TERRE DES FEMMES "Frei leben - ohne Gewalt" vor Ort ein Zeichen setzen. Der internationale Gedenktag geht laut TERRE DES FEMMES zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden.
Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen Trujillo gilt mittlerweile als Symbol für Frauen weltweit und veranlasste lateinamerikanische und karibische Feministinnen 1981 bei einem Treffen in Bogotá, das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen auszurufen. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.
Im Vorfeld des Gedenktages wies Weinrich-Kroll auf Institutionen zum Schutz von Gewaltopfern hin. Die Gleichstellungsbeauftragte arbeitet eng mit „Ophelia“ zusammen, einem Beratungszentrum für Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung. Das Zentrum ist in Langenhagen beheimatet und leistet neben Beratung und Prävention auch Erstintervention bei häuslicher Gewalt. Im kommenden Jahr möchte Azadeh Weinrich-Kroll in Zusammenarbeit mit Ohphelia ein therapeutisches Kunstprojekt für Flüchtlingskinder veranstalten und den Müttern die Arbeit des Beratungszentrums näher bringen.
Die Fachberatung der Region Hannover zum Schutz von Kindern und Jugendlichen unterstützt Menschen, die beruflich im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen. Sie werden von erfahrenen Fachkräften beraten, welche Anzeichen auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hindeuten.
Handlungsabläufe und Kooperationsmöglichkeiten werden besprochen sowie Hilfs- und Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Mitarbeiter der Gemeinde Isernhagen, die in entsprechenden Einrichtungen arbeiten, sollen ebenfalls die Möglichkeit bekommen, an einer Fachberatung teilzunehmen, so Weinrich-Kroll.
Das Team Gleichstellung der Region Hannover hat ein umfassendes Faltblatt mit Hintergrundinformationen für haupt- und ehrenamtlich Aktive zusammengestellt. Die wichtigsten Handlungsschritte, wenn ihnen ein Fall von häuslicher oder sexueller Gewalt bekannt wird, sind dort übersichtlich zusammengestellt.
Ein gesondertes Blatt mit Illustrationen und einem Hinweis in sieben verschiedenen Sprachen macht deutlich, dass keine Frau Gewalt akzeptieren muss. Das Informationsblatt kann in Wohnheimen und anderen Einrichtungen ausgehängt werden. Außerdem ist eine Hilfetelefonnummer (0 80 00 11 60 16) angegeben.
Anlässlich des Gedenktages liegen im Rathaus Türhänger von TERRE DES FEMMES aus. Sie dienen als Solidaritätsbekundung gegen Gewalt an Frauen und sind kostenlos erhältlich.
„Es wäre schön, wenn möglichst viele Schilder an den Türen hingen“, so Azadeh-Weinrich Kroll. Gerne erteilt die Gleichstellungsbeauftragte Auskunft über die Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen. Im Bedarfsfall stellt sie auch den Kontakt zu den Institutionen her (Telefon: 0511 6153-111 oder per E-Mail über das Kontaktformular unter www.isernhagen.de).